Veranstaltung |  27 Feb 2021 - 28 Mär 2021 | Vitrinen am LAF

Ausstellung SENSEMAKING

Explizites sensemaking tritt auf, wenn es keinen offensichtlichen Weg gibt, eine aktuelle Situation zu verstehen. Verhältnisse werden in Situationen umgewandelt, die explizit in Worten, Artefakten und haptischen Erfahrungen festgehalten werden und so Handeln ermöglichen. Es geht weder um Wahrheit, noch darum, es richtig zu machen. Stattdessen geht es darum, eine Geschichte im Entstehen immer neu zu formulieren, sodass sie umfassender wird, die beobachteten Daten miteinbezieht und dadurch belastbarer wird. 

Explicit sensemaking tends to occur when there is no obvious way to understand a current situation. Thus, circumstances are transformed into situations that are explicitly captured in words, artifacts, and haptic experiences that enable action. It is not about truth and getting it right. Instead, it is about continually reformulating an emerging story so that it becomes more inclusive, incorporates more of the observed data, and becomes more resilient.

Eine Ausstellung des Master-Studiengangs Design & Future Making

Arbeiten von den Studierenden Anthea Oestreicher und Theo F. Gomes

Vitrinen gegenüber des LAF, Östliche 9

 

Anthea Oestreicher: In diesem Organismus

Symbiotische Verflechtungen von (menschlichem) Leben und Umwelten stehen "in diesem Organismus" als Metapher für Gesellschaften und Konvivialität. Unsichtbare und übersehene Systeme und Prozesse werden sichtbar; neue Blickwinkel auf reale Naturereignisse entstehen. Handwerkstechniken von Fermentation, Keramik bis zu Fotografie schaffen in dieser Arbeit Treffpunkte für speziesübergreifende Auseinandersetzungen. Im Spiel um Kontrolle und Kooperation, Transformation und Passivierung wird die Eigenwilligkeit der Materien untersucht und in ästhetische Artefakte übersetzt. Im Netzwerk des Seins entstehen die zu sehenden Artefakte, die von besonderen Akteuren und Koexistenz berichten.

Mehr zum Projekt auf unserer Werkschau-Website!

Theo F. Gomes: Why do you know our world.

Das Kunstmanifest als literarische Form drückt sich durch Nichtkonformität und Opposition aus. Es erklärt Absichten und proklamiert Weltentwürfe, begnügt sich nicht mit dem Anspruch der Weltbeschreibung, sondern greift in diese ein und realisiert seine Forderungen mit dem In-die-Welt-Treten. Die Arbeit beschäftigt sich mit verschiedenen Modi kultureller Produktion und untersucht Techniken der Macht. Aufgrund stochastischer Berechnungen aus einer Datenbank von 50 techno-anarchistischen Manifesten entsteht nach 20650 Iterationen ein einziges, sich wiederholendes Mantra: „Why do you know our world. Cyberspace does not understand the state… “. Dies wird zum Titel der Arbeit.

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Fotos: Anthea Oestreicher und Theo F. Gomes

Pressekontakt: birgit.meyer(at)hs-pforzheim(dot)de, Tel: +49 (7231) 28-6718