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Veranstaltung |  16 Mai 2018 |  19:00 Uhr | EMMA-Kreativzentrum

Creative After Work mit Jan Spille

Es ist nicht alles Gold was glänzt

Schmuckdesigner Jan Spille begibt sich beim Creative After Work am Mittwoch, 16. Mai im EMMA–Kreativzentrum Pforzheim auf die Spuren von Fairtrade Gold und Silber. Über die schlechten Arbeitsbedingungen bei der Herstellung von Mode wird viel berichtet, auch die saubere Herkunft von Diamanten steht immer wieder im öffentlichen Fokus. Aber wie sieht es bei Schmuck aus Gold und Silber aus? Gedanken über die Arbeitsbedingungen der Menschen, die Edelmetalle abbauen müssen, machen wir uns in der Regel nicht. 

Der Hamburger Schmuckdesigner Jan Spille wurde während seiner Reisen, die er nach seiner Goldschmiedeausbildung unternahm, mit den gravierenden ökologischen und sozialen Auswirkungen des Goldbergbaus konfrontiert, und lernte zugleich die weltweit ersten Bergbaukooperativen in Südamerika kennen, die ökologisch- und sozialgerechtes Gold und Silber fördern. Als erster Goldschmied in Deutschland verarbeitet er daher seit 2003 Eco + Fairtrade Edelmetalle und Edelsteine – 2015 wurde sein Hamburger Atelier als erstes deutsches Schmuckunternehmen Fairtrade zertifiziert. Auf regelmäßigen Bergbaureisen nach Afrika, Südamerika, Europa und Asien besucht er mit seinem Team die Goldschürfer und Ihre Familien persönlich: „Wir wollen die Menschen kennen lernen deren faires Gold und Silber wir zu Schmuck verarbeiten“, so Jan Spille.

In einem Vortrag im Rahmen des Creative After Work am 16. Mai, um 19 Uhr im EMMA – Kreativzentrum Pforzheim berichtet er von seinen Erfahrungen aus den Goldminen und stellt die verschiedenen nachhaltigen Gold-Konzepte vor, die in seinem Hamburger Atelier verarbeitet werden, wie z.B. „Eco+Fairtrade Gold und Silber – aus ökologisch- und sozialgerechtem Bergbau“ oder „Eco-Regional Gold – ökologisch gewonnen aus deutschen Flüssen“.

Jan Spille absolvierte von 1998-2002 eine Ausbildung als Goldschmied. 2003 entschied er  sich, als erster Goldschmied in Deutschland Eco+Fairtrade Edelmetalle und Edelsteine zu verarbeiten. 2005 kehrte er nach Hamburg zurück, gründete ein eigenes Atelier und studierte berufsbegleitend Kulturanthropologie, Ethnologie und Politikwissenschaften mit den Schwerpunkten Kleidungs- und Materialforschung sowie Ökologie und Fairer Handel. 2008 studierte er für zwei Gastsemester Schmuck an der Hochschule Pforzheim und arbeitete in einem freien Praktikum am Schmuckmuseum Pforzheim. Sein Atelier wurde 2015 als erstes deutsches Schmuckunternehmen Fairtrade zertifiziert. Für sein langjähriges Engagement wurde Spille bereits mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Fairtrade Award 2016 in der Kategorie Hersteller.