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Förderpreise für drei Design-Absolventinnen

Gratulation an Elisa Paula Hermann, Kathrin Flammer und Romy Kaiser! Für ihre herausragenden Abschlussarbeiten haben die drei Absolventinnen der Fakultät für Gestaltung jeweils einen Förderpreis erhalten.

Was ist hässlich, was ist schön? Ist Pforzheim hässlich, ist Pforzheim schön? Mode-Designerin Elisa Paulina Herrmann untersuchte in ihrer Abschlusskollektion „WEAR PF“, wie die Kontraste einer Stadt der Mode Form geben können. Es scheint allgemeiner Konsens zu sein: Pforzheim ist hässlich. In Berlin geboren, kam die 22-Jährige noch vor der Schule nach Pforzheim und ist in der Stadt aufgewachsen. Für ihre Abschlusskollektion hat sie Parallelen zwischen der Stadt und der aktuellen Mode festgestellt: In der Mode verschwimmen die Grenzen zwischen schön und hässlich, es herrscht eine „totale Abwesenheit von gutem oder schlechtem Geschmack“, formuliert es der Philosoph Wolfgang Welsch. Klassische Schönheit hat an Bedeutung verloren und klassische Hässlichkeit wird zu einer eigenen Art von Schönheit. Die Studentin weiß, dass Pforzheims Identität vielschichtig ist, ein Zusammenspiel von hässlich und schön, eine Multi-Kulti-Stadt, die eine ganz eigene Ästhetik besitzt. Für ihre Mode-Kollektion "WEAR PF" hat Elisa PAulina Herrmann hat den Förderpreis der WSP - Wirtschaft und Stadtmarketing Pforzheim erhalten. Er wird für eine herausragende Abschluss- oder Projektarbeit, die sich mit dem Wirtschaftsstandort Pforzheim beschäftigt, vergeben.

Sie nehmen eine Seite ihres Körpers und der Umgebung nicht mehr richtig wahr, ohne es zu merken: Patienten mit Neglect-Syndrom, einer neurologischen Störung der Aufmerksamkeit. Kathrin Flammer, Absolventin im Studiengang Visuelle Kommunikation, entwickelte eine App, die die therapeutische Behandlung unterstützt. Der Neglect ist eine räumliche Orientierungsstörung. Ursächlich ist in vielen Fällen ein Schlaganfall. Der Patient nimmt in der Folge die linke Raumhälfte nicht mehr wahr. Nur selten kommt es vor, dass die rechte Seite vernachlässigt wird. Die Erkrankung geht teilweise mit Lähmungen, Störungen des Gesichtsfelds oder auch der taktilen Wahrnehmung der betroffenen Seite einher. Kathrin Flammer hat ein bisher kaum verwendetes Medium in die Neglect-Therapie eingebracht: Das iPad. Digitale Inhalte können den Patienten auf vielfältigere Weise ansprechen, als es das Papier vermag, auf dem viele der heute verwendeten Therapiemethoden stattfinden. Durch punktgenau eingesetzte akustische und visuelle Reize kann der Patient mit wenig Aufwand auf verschiedene Arten angeregt und der Lernprozess somit stark beschleunigt werden. 

Wer werden wir sein?, fragt Mode-Absolventin Romy Kaiser in ihrer Abschlussarbeit QUIXOTIC. Welche Werte werden uns Menschen in Zukunft wichtig sein? Werden Mensch und Maschine verschmelzen? Wie werden wir unser Selbstverständnis ändern, wenn Digitalisierung unsere jetzige Umwelt auflöst? Um Antworten auf diese Fragen zu finden, werden die Zusammenhänge zwischen den derzeit aufquellenden Strömungen in der Gesellschaft und deren Auswirkungen auf das Individuum analysiert. Die Arbeit QUIXOTIC. untersucht das zukünftige Selbstbild des Menschen und gibt einen überspitzten sowie idealistischen Blick in die Zukunft. Entstanden ist eine Arbeit, das Individuum (QUI), das Netzwerk, aktuelle Möglichkeiten, Smart Textiles und die Beziehung des Menschen zu neuen Technologien in Relation setzen.

Kathrin Flammer und Romy Kaiser haben den Förderpreis des Landratsamtes Enzkreis erhalten. Er wird für eine herausragende Abschlussarbeit in der Fakultät für Gestaltung, die auf hervorragender Forschung beruht und dadurch im Besonderen zukunftsorientiert ist, vergeben.