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Kevin German und Marco Limm bei 'ArtsIT, Interactivity & Game Creation 2019'

Ist der Designer*innen in Zeiten künstlicher Intelligenz und Automatisierung noch notwendig? Kann der Designprozess wie das Fahren automatisiert werden? Das sind Fragen, die sich Kevin German, Absolvent der Technischen Informatik, und Marco Limm, Absolvent des Industrial Designs, bei ihrer gemeinsamen Bachelor-Thesis „Co-Designing Object Shapes with Artificial Intelligence“ gestellt haben.

Nachdem ihre Arbeit auf dem Mailänder ‚Salone del mobile’ und auf der ‚Dutch Design Week’ in Eindhoven ausgestellt wurden, waren die Studierenden nun in Dänemark zu Gast: Ihre Ergebnisse haben sie auf der Konferenz ArtsIT, Interactivity & Game Creation 2019 in Aalborg präsentiert. Ihr conference paper für die ArtsIT2019 wurde nach dem Double Blind Peer Review für die entsprechende Publikation im Springer Verlag akzeptiert und wurde für das Programm in der Kategorie "Main Track" angenommen. Mit ihrer Forschungsarbeit zeigen Marco Limm und Kevin German, dass die meisten Designprozesse automatisiert werden können und dass ein Workflow von den ersten Skizzen bis zum Endprodukt erheblich optimiert werden kann. „Dies beschleunigt den Designprozess und spart dem Designer mühsame Arbeitszeit. Wir haben uns für ein einfaches Objekt entschieden – eine Flasche –, um unser Konzept zu beweisen.“ Am Beispiel von Flaschen, die mittels künstlicher Intelligenz designt und im 3D-Druck-Verfahren realisiert wurden, bestätigen Limm und German: Teile des Designprozesses sind grundsätzlich automatisierbar. Die Konferenz hat sich für beide gelohnt: „Die international-wissenschaftliche Atmosphäre war der perfekte Ort, um Kunst mit IT zu verbinden, und unser Projekt vorzustellen – die Reaktionen waren sehr positiv.“

ArtsIT 2019 ist die 8. Internationale Konferenz der Allianz für Innovation: ArtsIT, Interactivity & Game Creation, die vom 6. bis 8. November 2019 in Aalborg, Dänemark, stattfand. Auf dieser Konferenz treffen sich Kunstschaffende, die sich für moderne IT-Technologien interessieren, mit IT-Fachleuten, die in ihren Werken eine enge Beziehung zur Kunst haben. Seit 2009 ist die Veranstaltung eines der führenden wissenschaftlichen Foren für die Verbreitung der neuesten Forschungsergebnisse im Bereich Kunst, Design und Technologie. Die Paper der Autoren*innen von ArtsIT verzeichnen über 134.000 Downloads.

Eine weitere Anerkennung für das KunstIT-Duo: Am 21. November 2019 wurden sie mit dem ‚Forschungspreis Kategorie Studierende’ der Hochschule Pforzheim ausgezeichnet. Ein Ansporn für die beiden Master-Studenten im „Design & Future Making“ der Fakultät für Gestaltung, das Thema weiterhin zu verfolgen.

Die Veröffentlichungen: https://www.researchgate.net/publication/337445363_Co-Designing_Object_Shapes_with_Artificial_Intelligence 
https://www.researchgate.net/publication/338498150_Towards_Artificial_Intelligence_Serving_as_an_Inspiring_Co-Creation_Partner  

Fotos: Andreas Siess

Pressekontakt: birgit.meyer(at)hs-pforzheim(dot)de, Tel: +49 (7231) 28-6718