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Melitta Baumeister

Gründer und Designer von Melitta Baumeister, New York

Abschlussjahr 2010

 

 Die Zeit an der Hochschule in Pforzheim...

...war für mich eine sehr bedeutende Zeit der Entwicklung hin zu dem, was ich heute als Gestaltende bin. Ich schätzte und nutzte den großen Freiraum, der dem einzelnen Kreativen gegeben wird. Ganz besonders wichtig und wertvoll sehe ich heute vor allem die vielen Denkanstöße in Kunst, Theorie und Praxis, die an der Hochschule vermittelt werden, um sein eigenes Tun verstehen zu lernen. Rückblickend sehe ich sie als eine wundervoll lehrreiche und gestalterisch sehr prägende Zeit für mich.

 

 Zu den Stärken des Studiums...

...gehörten für mich: Die künstlerische Herangehensweise an Mode, die Vermittlung von Freigeist, das Fördern der Stärken jedes Einzelnen, dazu der starke Anteil an Theorie und Konzeption.

 

Das Praxissemester...

...konnte ich glücklicherweise tatsächlich in meinem Wunschunternehmen absolvieren: Viktor & Rolf in Amsterdam. Es war eine sehr besondere Zeit und Erfahrung für mich zu sehen, wie ein etabliertes Modeunternehmen aufgebaut ist.  Ich lernte, was es heißt Mode auf einem High-End Level zu bespielen, wie viele Hände an einer Haute-Couture Kollektion arbeiten und vieles mehr. An diesem Punkt wurde sehr deutlich, was Mode nach dem „Erlernen“ sein kann.

 

Wichtig waren mir am Studium...

... in erster Linie die Professoren und viele weitere wunderbare Lehrende, von denen einige zu Mentoren wurden. Die Konfrontation mit den richtigen Fragen und Gedanken.  Das Gegenspiel von freier künstlerischer Auseinandersetzung und Mode als Kleidung und als konzeptionelles Medium. Die exzellente Designbibliothek der Fakultät für Gestaltung war immer eine gute Inspirationsquelle. Die Erwartungen an sich selbst und der Austausch mit den Kommilitonen waren sehr wichtig für einen ständigen Bildungsprozess.

 

Was ich Studenten sagen würde ist...

... Jeder hat seine besonderen Stärken und Fähigkeiten. Findet sie und habt Freude daran. Wenn man diesen Punkt findet in dem man aufgeht und aus reiner Lust am Schöpferischen arbeitet kommt man ganz von alleine vorwärts.

 

Von Pforzheim nach New York...

...ging ich vor allem aus Neugier. Sie war im Grunde der größte Antrieb der mich dorthin brachte. Mich für ein Masterstudium bei Parsons in New York zu bewerben rührte aber auch daher, dass ich es sehr liebe zu lernen. Ein Ende des Bachelorstudiums schien zu dem Zeitpunkt irgendwie mit einem Ende des Lernens verbunden zu sein. Natürlich war der Kontrast Pforzheim - New York extrem, aber genau richtig: Nach etwas Gewohntem oder Bequemen hatte ich ja nicht gesucht! Ich fand vielmehr das Neue, das Überraschende und das Andere gut. Ich war in Pforzheim auf das Masterstudium gut vorbereitet worden: Ich hatte das Verständnis der eigenen Designsprache gefunden und damit meine grundlegenden Designfähigkeiten und Herangehensweisen entwickelt. 

 

Bild: Paul Jung