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Wer zeichnet?

Wer zeichnet? Wer bewegt wen? Ist das Zeichnen ein physiologischer Vorgang wie das Sprechen? Ist das Wort Konsequenz der Sprache und die Zeichnung Konsequenz des Zeichnens oder sind sie von einander losgelöst? Professorin Isabel Zuber hat im Ateliergespräch, das Dr. Robert Eikmeyer am 8. Juni moderiert hat, Einblicke in ihr künstlerisches Werk gegeben. Zu Beginn arbeitete Isabel Zuber expressionistisch, hat dem aber gegen Ende ihres Studiums der Malerei den Rücken gekehrt. "Ich wollte den Blick auf ein Ergebnis loslassen. Bei mir gibt es keine Setzung, keine Komposition oder Dramaturgie." Den Strich lässt sie lediglich aus der Bewegung der Hand entstehen. Zu dieser Haltung führte sie auch die Philosophie des Zen, die unmittelbare Erfahrung des Jetzt. Die Zeichnung, die Isabel Zuber während des Gespräch bis tief in die Nacht erstellt hat, ist heute bis 14 Uhr im Zeichensaal zu sehen. 

Fotos: Petra Jaschke