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DESIGN PF - Fakultät für Gestaltung

 

Hannah Hekel: STEINzeit hat Zukunft

Betreuer: Prof. Alexandra Schwarz, Dipl.-Kaufm. Wolfgang Bauer

Der Grundbaustein meiner Inspiration ist das Schotterwerk Jakob Bauer Söhne GmbH & Co.KG, mit den Gefühlen, die ich damit verbinde und auch das Juragestein, das meine Heimat darstellt.

Die Taschenkollektion hat auf den ersten Blick nicht viel gemeinsam mit dem Steinbruch und doch steckt viel mehr darin, als man zu Beginn denkt. Während meiner Recherchearbeit kristallisierte sich immer weiter heraus, dass Steine nicht direkten Einfluss auf meine praktische Arbeit haben müssen. Das Gestein an sich wurde zur Nebensache. Die Gefühle und Emotionen rückten in den Vordergrund.

Eben dieses Lebensgefühl wurde in eine Materialsprache übersetzt.

Die Kollektion steht für Klarheit, Robustheit und Langlebigkeit. Geleitet von der Umwelt und dem, was man schön findet, ein Stück echte Geschichte zu schaffen.

 

Fotograf: Hannah Hekel

Janina Ling: Material Girl

Betreuer: Prof. Alexandra Schwarz, Dipl.-Des. Annette Goeke

Meine Kollektion wurde inspiriert durch die intensive Beobachtung und die 

Auseinandersetzung mit den Themen: „Massenkonsum und Kurzlebigkeit“ 

auf der einen Seite und dem Wissen darum, dass nur „Nachhaltigkeit und bewusster Konsum“ die Lösung von vielen Probleme auf unserem Planeten bringen kann. 

Die Kollektion soll einen Anstoß geben, Werte wie außergewöhnliches Design, Qualität und Funktionalität wieder neu für sich zu entdecken und die Teile der Kollektion dann mit Spaß und Freude im Alltag zu gebrauchen.

 

Fotograf: Julia Haack, Models: Marie Therese Ott, Anna-Lena Vallon

Franziska Maurer: voodoo

Betreuer: Prof. Alexandra Schwarz, Prof. Christine Lüdeke

 

Die Kollektion Voodoo – Vodún wá ta ist von der Vielfallt der visuellen und kulturellen Eindrücken dieser Religion inspiriert. Durch die rein mündliche Überlieferung des Voodoos konnte er sich über die Jahrhunderte hinweg frei und extrem vielfältig entwickeln. Während meiner Recherche beschloss die ursprünglichste Form des Voodoo, den Voodookult in Benin, zu meiner Inspiration zu machen.

Konzeptionell ist die Kollektion durch meinen Nebentitel Vodún wá ta geprägt, was frei übersetzt „besessen von einer Gottheit“ heißt. Hierbei war es mir wichtig den Zustand der Trance näher zu untersuchen. Für mich ist ein wesentlicher Aspekt der Trance das Machtverhältnis zwischen Mensch und Gottheit: Der Mensch verliert während der Trance die Macht über sich, der Gott steuert ihn und übernimmt die Kontrolle, eine übermächtige Position zum normalen Menschlichen. Dieses Machtverhältnis wollte ich mit der Formsprache meiner Accessoires darstellen. Bei allen Stücken meiner Kollektion findet sich zu einem normal proportionierten Teil ein extrem übertriebener, einnehmender Teil, der sozusagen die Kontrolle über die Wirkung des Accessoires übernimmt.

Fotograf: Maximilian Heinsch

Franziska Pertgen: daswesentliche

Betreuer: Prof. Alexandra Schwarz, Prof. Matthias Kohlmann

 

Die Kollektion ist inspiriert vom Thema der Reduktion auf „das Wesentliche“. Wichtig ist hierbei zunächst, die wesentlichen Aspekte aufzuzeigen, welche die Einzelteile verbinden.

Eine klare Designsprache, ausgehend von geometrischen Grundformen als Ursprung; Ein stimmiges Farbkonzept. Grundsätzlich eher leise Farben mit ein oder zwei Signalfarben als Akzent, welche Spannung im Gesamtbild erzeugen; Bei der Materialwahl Konzentration auf Leder. Da die großen Flächen an den Taschen farblich gedeckt gehalten sind, bleibt Freiraum für verschiedene Materialien wie zum Beispiel Fell.

Jedes Accessoire trägt mindestens eine Funktion. Accessoires sind nicht nur Zubehör - meiner Meinung nach ist einer der wesentlichsten Aspekte des Designs, das Produkt nicht nur seinen Nutzen erfüllen zu lassen, sondern es auch als gestalterisches Objekt lebendig zu machen.

 

Fotograf: Julia Haack, Models: Marie Therese Ott, Anna-Lena Vallon

Cosmia Rautenberg: un HOLY glitter

Betreuer: Prof. Alexandra Schwarz, Prof. Christine Lüdeke

 

un HOLY glitter is wie der Name schon sagt, eine Kollektion, welche durch Glanz und Blendwerk auffällt.

Inspiriert von den in Süddeutschland weit verbreiteten Katakomben-Heiligen, soll sie  veranschaulichen, wie uns der Schein blenden kann. Die Formsprache des Designs ist minimal gehalten und erzeugt durch Ablenkung und Dekoration einen bleibenden Eindruck. Das Spiel zwischen harten und weichen Elementen ist sehr wichtig, denn die ausgestellten Reliquien bestehen aus zerbrechlichen Knochen, gestützt durch Draht und Verzierungen aus Edelsteinen und Gold, eingehüllt in wiederum weiche Samtstoffe oder zarte Gaze. 

Die Accessoires der Kollektion unHOLYglitter sollen Sie in eine glanzvolle Welt führen, welche zum Träumen an bessere Zeiten einladen darf, jedoch mit einem morbiden, naiven Twist. 

 

Fotograf: Benjamin Gerstner, Model: Shari Kugel

Lilli Schmidt: Marionette

Betreuer: Prof. Alexandra Schwarz, Dipl.-Des. Lena Schröder

Das Figurentheaterstück „Traumgefährten – Die Welt der Schlafwandler und Zeitreisenden“ aus dem Figurentheater Raphael Mürle war die ausschlaggebende Inspirationsquelle für die Kollektion. Der Leitgedanke des Kollektionskonzeptes ist, dass die Marionette mit ihren Gliedmaßen in Bewegung gebracht wird, durch die einzelnen Fäden, die der Spieler in der Hand hält und diese mit seiner Bewegung zum Leben bringt. So wie dies beim Spieler und seiner Marionette geschieht, gehen die Accessoires dieser Kollektion eine Interaktion zwischen dem Träger und seinem Spielobjekt - dem Accessoire ein. Die Schlitze, die in den Objekten/Accessoires zu sehen sind, werden vom Bau der Gelenke und des Oberkörpers der Marionette übernommen. Durch die Schnüre - wie Marionetten durch die Fäden - sind sie beweglich und verändern ihre Form.

Fotograf: Sebastian Heck, Model: Franziska Dorka

Svenja Schneider – COMPLETE

Betreuer: Prof. Johann Stockhammer, Dipl.-Ing. Thomas Schneider

Aufgrund der Zusammenarbeit mit der Firma LEITZ unterliegt diese Abschlussarbeit der Geheimhaltung. Wir können aus diesem Grund leider keine Fotos oder Inhalte dieser Arbeit auf unserer Hochschule-Seite veröffentlichen.

Hazal Söylemez – PROFILE

Betreuer: Prof. Alexandra Schwarz, Dipl.-Des. Annette Goeke

Die Bachelorarbeit mit dem Titel „Profile“ beschäftigt sich mit der Identität jedes einzelnen Individuums, sowohl in ihrer Ruhephase, als auch in ihrem Wandel. Das Ich spielt hierbei eine große Rolle. Aufgrund der verschiedenen Ich-Formen, von der philosophischen und psychologischen Form bis zum heutigen virtuellen Ich entstehen in jeder Ich-Struktur unterschiedliche Facetten. Meine Kollektion beschäftigt sich genau mit diesem Facettenreichtum und der Darstellung dieser Teile in ihrer eigentlichen Form. Somit wird die Ausgangsform durch Verschiebung und Verzerrung zu einem neuen Ich, also zu einer neuen Struktur, zusammengesetzt. 

PROFILE, Hazal Söylemez, BA-Thesis 2017

 

Georgiana-Andreea Aanei: MIMIKRY

Betreuung: Prof. Alexandra Schwarz und Prof. Matthias Kohlmann

Mimikry - Licht und Schatten - „Wo viel Licht ist, ist starker Schatten“.

Das Phänomen Mimikry ist sehr facettenreich und begegnet uns auf verschiedenste Art und Weise. In meiner Kollektion wird Mimikry durch das Zusammenspiel aus Licht und Schatten definiert. Den Schwerpunkt dieser Arbeit lege ich auf die Entwicklung von Schuhen. Jedes Paar ist unterschiedlich gestaltet und ergibt durch den Verlauf der Linien und Formensprache ein Gesamtbild. Die Herausforderung dieser Arbeit lag darin, neue Proportionen und Linienführung zu finden, um dieses Phänomen von Licht und Schattenverlauf darstellen zu können. Ziel war es, das Konzept künstlerisch anzugehen und mich von bisherigen bekannten Darstellungsformen zu lösen.

Janine Alford: autoaggression

Betreuung: Prof. Johann Stockhammer und Prof. Silke Helmerdig

Täglich umgeben wir uns mit Menschen, ob Freund oder Fremder, wir wissen nie alles über eine Person. Ohne, dass wir uns dessen bewusst sind leidet mancher an selbstverletzendem Verhalten einer Krankheit bei der sich Betroffene Wunden und Schmerzen zufügen. Doch was geht in ihnen vor? Die Kollektion soll eine Möglichkeit schaffen die im Inneren stattfindende Veränderung einer von einem traumatischen Ereignis betroffenen Person zu verbindlichen. Das Gefühl Gefangener im eigenen Körper zu sein, verbildlicht durch Latex, welches sich wie eine zweite Haut an den Körper schmiegt. Die einzelnen Accessoires entwickeln sich, bis sie zu einem Einzelnen verschmelzen und den Körper fast ganz bedecken. 

Fotograf: Lisa Tschinkel, Model: Alina Mailänder 

Janna Arnold: unsichtbar

Betreuung: Prof. Alexandra Schwarz und Dipl.-Des. Annette Goeke

Unter dem Titel „unsichtbar“ behandelt diese Arbeit das Phänomen der sozialen Unsichtbarkeit. Als Inspiration hierzu  diente der gleichnamige Roman von Ralph Ellison, der mit Hilfe einer fiktiven Geschichte, eine Biographie der Anonymität Vieler erzählt. Der Ich-Erzähler bleibt namenlos und erklärt sich selbst für unsichtbar. Die Philosophen setzten die Unsichtbarkeit mit einem Übersehen gleich, das einen Mangel an Interaktion zwischen den Menschen zeigt.

So bleibt in der Kollektion “1396“ die eigentliche Funktion unter einer  Hülle verborgen und bringt den Träger dazu mit den Accessoires zu interagieren. Sie sollen schützen und gleichermaßen einschränken, den Träger verbergen und zugleich eine andere Haltung vermitteln. Durch das Entfremden klassischer Kleidungsstücke aus der Alltagskleidung  entwickelten sich Rucksack-Aufhängungen, die wie die Tunnelzüge ein variieren der Accessoires erlauben.  Die besonderen Materialkombinationen sollen das Auge des Betrachters einfangen.

Anna Eckenfels: [DIS]COVER

Betreuung: Prof. Alexandra Schwarz und Dipl.-Des. Sarah-Rebecca Zimmer

Der Titel [DIS]COVER soll die Begriffe „cover“ (=verhüllen/verpacken) und „discover“(=entdecken) in dieser Kollektion zusammenführen. „Cover“ steht in diesem Zusammenhang für eine Hülle oder Verpackung und ihre Formgestaltung. „Discover“ dagegen steht für ein Gefühl der Neugierde und der Entdeckerfreude. Die Accessoires sind durch Formen und Linien, Details und Funktionen aus dem Verpackungsdesign inspiriert und in einen neuen Kontext übersetzt worden.

Dabei kamen für die Taschenmodelle hochwertiges Leder und Metall als Material zum Einsatz. Eine Schicht aus Alu lässt die Taschen in ihrer Form variieren, jedoch trotzdem standhaft wirken. Sie können nach Belieben verändert, gefaltet, oder ganz flach getragen werden. Die Brillen-Serie wurde durch das 3D-Druckverfahren umgesetzt und mit geprägten Metall- Teilen kombiniert.

Manche Details in der Formsprache und Gestaltung der Kollektion werden erst nach genauerer Betrachtung sichtbar. Dazu soll der Titel „[DIS]COVER“ einladen.

Fotograf: Christian Metzler, Model: Fabia Brüning

Tabea Gösse: in[ter]change

Betreuung: Prof. Alexandra Schwarz und Dipl.-Des. Annette Goeke

Die Kollektion in[ter]change ist eine unisex Sportswear- / Streetwear-Kollektion, die für eine junge, sportliche Zielgruppe konzipiert ist. Der Hintergrund der Arbeit sind die Straßen und Autobahnen, die Teil unseres täglichen Lebens sind. Ausgangspunkt aller Entwürfe ist das Autobahnkreuz mit seinen Eigenschaften Wandel, Verflechtung und Interaktion. Linien und Materialien kreuzen sich vielfach und auf unterschiedliche Weise.

Fotograf: Franz Miko

Carlotta Grote: Bond - Intimate Assemblage

Betreuung: Prof. Alexandra Schwarz und Prof. Matthias Kohlmann

„Bond“= die Verbindung unterschiedlicher Textilien miteinander durch vielschichtige Kombinationen und Binde-Techniken. Von Textilkünstlern und verschiedenartigen Materialien wie Bast, Leder, Wolle, Sinamay und Kordel inspiriert, vertieft sich der Research auch in den Bereichen Kunst, Textilien und Verarbeitungstechniken. Intimate Assemblage - diese Wortwahl versinnbildlicht die Kollektion. Anhand von unterschiedlichen Textilien und Inspirationsquellen, die kombiniert und zusammengefügt werden, entwickle ich meine eigene Gestaltungs- und Formsprache. Die Kollektion „Bond - Intimate Assemblage“ setzt sich aus sechs Taschen und zwei Schuhen zusammen. Gegliedert sind die Accessoires in zwei Farbgruppen: Gelb und Grün. Hierbei sind die Textilien in unterschiedlichen Nuancen gehalten. Verbunden werden die Accessoires durch den fortlaufenden Materialmix und der Technik des Bindens und Umschlingens. Die Formensprache der Accessoires ist organisch, dies unterstreicht auch die Wahl meiner Materialien.

Fotograf: Nicolai Boenig

Vera Isufaj: Achromatopsie

Betreuung: Prof. Johann Stockhammer und Prof. Erich Reiling

Achromaten besitzen eine ausgeprägte Empfänglichkeit für Form und Struktur, für Umrisse und Grenzen, für Perspektive, Tiefe und Bewegungen selbst feinster Art. Mithilfe von optischen Täuschungen, können wir uns klar machen, wie ungenau unsere Wahrnehmung eigentlich ist. Das Gehirn versucht, unbekannte Eindrücke mit bekannten Erfahrungen zu verbinden.

In der Kollektion lassen sich viele Details erkennen, welche man auf den ersten Blick nicht wahrnimmt. 3D Effekte sowie verzerrte Perspektiven und beabsichtigte Fehler im Muster führen den Betrachter in die Irre. Was ist Illusion und was ist Wirklichkeit? Es geht darum, seine Sinne zu schärfen und genauer hinzusehen.

Fotograf: Quimey Servetti, Model: Janina Au

Constanze Kawaletz: Metamorphose

Betreuung: Prof. Alexandra Schwarz und Dipl.-Des. Annette Goeke

Metamorphose beschreibt die Veränderung eines Zustandes. Dies kann einen materiellen, aber auch einen geistigen Vorgang beschreiben.

Dem Holzschnitt Metamorphosis III von M.C. Escher entnommen spielt die Form der Raute in der Taschenkollektion morphé eine wichtige Rolle. Jede Tasche beruht auf der Grundlage eines Musters aus ihnen, welches auf ein rechteckiges Format gelegt wurde. Als versteifende Bombierungen eingearbeitet ergibt sich durch die Rauten die Möglichkeit die Taschen zu falten und zusammenzulegen. So wird die Form und Funktion jeder einzelnen Tasche von ihnen definiert.

Die Kollektion entstand aus der Inspiration eines vom Wandel geprägten Prozesses, sie soll gleichzeitig jedoch für einen Augenblick lang eine bestimmte Zeitlosigkeit vermitteln.

Fotograf: Aaron Schmetzer

Zsofia Kmet: PSYCHOSOLID

Betreuung: Prof. Johann Stockhammer und Prof. Andreas Gut

Diese Bachelorarbeit trägt den Titel „PSYCHOSOLID“ und beschäftigt sich mit dem aktuellen Generationsproblem von psychischen Erkrankungen und deren Auswirkungen. Heutzutage gibt es gehäuft Fälle von mentalen Krankheiten in diversen Altersklassen, besonders kommen diese jedoch in dem Jugend- bis jungen Erwachsenenalter vor. In meinem eigenen Umfeld wurde ich mit diversen psychischen Krankheitsbildern konfrontiert und entwickelte eine Art Interesse an der Ursache. In meiner Bachelorthesis möchte ich mich mit dem Thema kreativ auseinandersetzen, weil es meiner Meinung nach den Kern der Zeit trifft und für mich in dem Sinne ein Ventil darstellt, mit dem Problem auf meine Art und Weise umzugehen. Nicht nur in meinem Umfeld habe ich Veränderungen in Bezug auf den Trend dieser Krankheiten festgestellt, auch während meines bisherigen Studiums kreuzten Designer und kreative Köpfe meinen Weg, die sich damit mental auseinandersetzen mussten und deren Kollektionen zu Meisterwerken wurden. Ein gutes Beispiel dafür stellt Alexander McQueen dar. Mich interessieren vor allem die Auswirkungen mentaler Krankheiten auf die eigene Persönlichkeit und die Wahrnehmung. 

Fotograf: Panna Donka

Luisa Pflüger: bruised

Betreuung: Prof. Johann Stockhammer und Prof. Matthias Kohlmann

In der Abschlussarbeit bruised von Luisa Pflüger geht es um eine skurrile Anziehungskraft die abstoßende und Ekel erregende Reize auf uns haben. Man kann nicht wegschauen, man muss erfahren was dahinter steckt. 

Man will das Komische ertasten, berühren und sich ganz schnell wieder verkriechen, falls es doch zu abstoßend ist. 

Diese Ambivalenz zwischen Anziehungskraft und der Empfindung des Ekels, des Zwanges hinzuschauen auch wenn man ganz genau weiß, es wird nicht schön im traditionellen Sinne. Die Ästhetik des Hässlichen - Eine Wanderung auf dem schmalen grad zwischen Aversion und Faszination. 

Fotograf: Christina Papadopoulou

Isabel Ruegenberg: ALBA UNICA

Betreuung: Prof. Alexandra Schwarz und Dipl.-Des. Annette Goeke

Diese Bachelorarbeit trägt den Titel „Alba Unica“ und beschäftigt sich mit der Entstehung eines unikaten Geschöpfes, dem Menschen, im Hinblick auf dessen besondere Merkmale und dessen Ästhetik in der Mode. Genauer untersucht wird dies am Beispiel der Erbkrankheit Albinismus und den betroffenen Menschen. Seit Twiggy und Kate Moss in unserem Zeitalter als atypische Models erfolgreich und berühmt wurden, hat sich das klassische Bild der „Schönheit“ im 21. Jahrhundert gewandelt. Die Mode und ihre Ansicht von Ästhetik wird immer abstrakter und es fällt zunehmend schwer diese zu begreifen; daher wird im Rahmen dieser Bachelorarbeit der Wandel der modischen Ästhetik, also des „Schönheitsideals“, ab dem 18. Jahrhundert bis heute erarbeitet. Ein weiteres Thema, welches relevant hierfür ist und in Verbindung mit der Hauptthematik steht, ist die Frage nach der Bedeutung von Individualismus und Selbstverwirklichung in der heutigen Zeit, die in Zusammenhang mit dem Einfluss der neuen Medien gebracht werden muss. Um dem aktuellen Stand der medialen Entwicklung in der Modeindustrie gerecht zu werden, entwickelte ich ein neues Konzept, welches ein interaktives Shoppingerlebnis darstellt und in dieser Bachelorarbeit zum ersten Mal skizziert wird. 

ALBA UNICA, Isabel Ruegenberg, BA-Thesis 2016, Installationsansicht

Carolin Winandi: Porsche Exclusive & Tequipment Leder Accessoires Kollektion

Betreuung: Prof. Alexandra Schwarz und Carl Friedrich Dickgiesser

Aufgrund der Zusammenarbeit mit der Firma Porsche unterliegt diese Abschlussarbeit der Geheimhaltung. Wir können aus diesem Grund leider keine Fotos oder Inhalte dieser Arbeit auf unserer Hochschule-Seite veröffentlichen.

Cora Wirth: Und wir tanz[t]en

Betreuung: Prof. Johann Stockhammer und Prof. Silke Helmerdig

Die Schwarze Szene – Und was blieb.

Diese Arbeit beschäftigt sich zunächst mit dem Begriff der Jugendszene unter Einbezug ausgewählter Fachliteratur, sowie kritischer Auseinander-setzung mit Fachautoren und bestehenden Theorien.

Da ich selbst seit über 12 Jahren der Gothic-Szene angehöre, habe ich mich gefragt, jetzt da wir alle erwachsen sind, Familien gründen, Karriere machen und vielleicht längst nicht mehr aktiv an der Gothic-Szene teilhaben, was noch übrig ist von damals. In meiner empirischen Untersuchung an der 50 aktive bis ehemalige Gothic-Anhänger teilgenommen haben, stelle ich fest, ob und welche sozialen Werte bzw. negativen Verhaltensmuster innerhalb der Szene vermittelt werden und warum gerade Jugendliche sich stark von ihrem Umfeld prägen lassen. Außerdem untersuche ich, ob die Schwarze Szene unsere Art zu Handeln und zu Denken nachhaltig, also bis heute geprägt hat.

Und wir tanz[t]en, Cora Wirth, BA-Thesis 2016, Video-Still

  

Marie Luise Claus – STAttTRADITION

Betreuer: Prof. Johann Stockhammer, Prof. Andreas Gut

Für ihre Abschlussarbeit hat Marie Luise Claus sich auf eine Recherchereise durch Österreich begeben und dort alte Handwerkstechniken kennengelernt und sich von diesen inspirieren lassen.

Die entstandene Kollektion STAttTRADITION macht auf den besonderen Schatz aufmerksam und zeigt auf, was die alten Handwerkstechniken bieten und wie vielfältig diese einsetzbar sind.

Traditionelle Techniken tauchen umgewandelt an unterschiedlichen Stellen in der gesamten Kollektion auf. Die besonderen Stickereien der Goldhauben entdeckt man in der Kollektion bei den Schals. Die alten filigranen Muster der Federkielstickerei wurden stark vergrößert und dann auf den Loden und den Leinen mit der Siebdrucktechnik aufgedruckt. Um die Haptik der Federkiele anzudeuten wurden vereinzelte Elemente des Drucks mit Baumwollgarn bestickt. Auch im Innenfutter ist das Leinen bedruckt, allerdings durch einen selbst gefrästen Model – inspiriert vom Blaudruck.

STAttTRADITION stellt eine Verbindung zwischen dem modernen Großstadtleben und den traditionellen Handwerkstechniken her.

STAttTRADITION, Marie Luise Claus, BA-Thesis 2015/16, Foto: Klaus Wolter, Models: Lena Stetter, Victor Hahner

Anna Dann – Konzeptuelles Zeichnen

Betreuer: Prof. Alexandra Schwarz, Prof. Isabel Zuber

Der Zeichnung wird meist die skizzenhafte Vorläufigkeit, das Prozesshafte, Spontane und die Brisanz des direkten Ausdrucks zugeschrieben. Sie geht gerne eine Verbindung von systematischem Vorgehen und Offenheit gegenüber dem Zufall ein.? Die Funktionen der Zeichnungen können sehr unterschiedlich sein: die Zeichnung als Festlegung, die Zeichnung als Erläuterung, die Zeichnung als Ritual, die Zeichnung als Untersuchung. Diese Linien sind der Inhalt und die Erzählung.

Das für die Accessoires verwendete Hauptmaterial Kunstglas hat sozusagen eine künstlerische Vorgeschichte, bevor es zum eigentlichen Designprozess kommt. In meiner Kollektion wollte ich die Ästhetik meiner vorangegangenen, entstandenen Zeichnungen aufgreifen, das fragile und zugleich statischen. Im Plexiglas hatte ich das Material gefunden, das in seiner Eigenschaft eine statische und fragile Ästhetik aufzeigt.

Konzeptuelles Zeichnen, Anna Dann, BA-Thesis 2015/16

Michaela Hahn – sui generis

Betreuer: Prof. Johann Stockhammer, Dipl.-Des. Madeleine Häse

Die Herren-Accessoires Kollektion „sui generis“ von Michaela Hahn beschäftigt sich mit der philosophischen Fragestellung des lateinischen Begriffs sui generis: nur durch sich selbst eine Klasse bildend; einzig, besonders, [von] eigener Art.

Die Kollektion ist inspiriert von der Thematik des Sammelns, von der eigenen Art der Dinge, die eigene Art mit ihnen umzugehen, der eigenen Art, mit der wir sie verändern.

Diese Sportswear-Accessoires sind nicht nur Mode, sie sind individueller Ausdruck von Persönlichkeit und werden zu Begleitern eines Stück Wegs, den der Träger mit ihnen gehen wird. Nachdem ein Accessoire getragen wurde, wird es zu einem Einzelstück, weil es der Besitzer geprägt und mit der Zeit verändert hat.

Die Wertbezüge, die zu dieser Kollektion hergestellt werden, sind emotional und an persönliche Erinnerungen geknüpft: jede Sammlung ist einzigartig und gibt es so nur einmal auf der Welt.

Fotos: Regina Hahn

Sophie-Marie Hahner – eConstructed!

Betreuer: Prof. Johann Stockhammer, Dipl.-Des. Manuela Joosten

Der heutige Alltag unserer Gesellschaft ist geprägt von vernetzten Medien, seien es Smartphones, Computer oder Navigationssysteme.?Doch die Entwicklung dieser Technologien schreitet stetig voran und wir können nur erahnen was uns langfristig erwartet. Bisherige Einsatzgebiete werden sich ausweiten und darüber hinaus gehend – alles wird fließend und es wird wohl kaum mehr möglich sein, klare Grenzen zwischen electronic Devices, den Dingen und deren Funktion festzulegen. Speziell für den Materialumfang eines Autos ist es interessant, sogenannte technische Kreisläufe zu schaffen. Diese bergen vor allem Vorteile für Unternehmen, indem wertvolle und begrenzt vorhandene Rohstoffe in den Produktionszyklus zurück geführt, Rohstoffquellen und Kosten reduziert werden.

Ob dies ein Zukunftsszenario ist, welches eines Tages Realität werden könnte oder doch nur eine idealisierte Utopie ist, wird sich zeigen. Einen Gedanken ist es jedoch alle mal wert. Deshalb ist es Ziel dieser Arbeit sowohl die Thematik als auch deren mögliche Ästhetik zu behandeln und an Hand eines Color & Trim Konzepts und einer Accessoire Kollektion zu veranschaulichen.

eConstructed!, Sophie-Marie Hahner, BA-Thesis 2015/16

Melanie Hannappel – IDentity

Betreuer: Prof. Johann Stockhammer, Dipl.-Des. Madeleine Häse

Die Tatsache, dass die Handtasche den wohl beste und treuste Begleiter der Frau darstellt, ist keine Neuentdeckung. Doch warum ist es dennoch so schwer die perfekte Tasche zu finden? Liegt es am mangelnden Angebot oder den eigenen Ansprüchen? Wie sieht die für mich perfekte Tasche eigentlich aus?? Vielleicht ist es deshalb so schwer weil sie viel mehr als nur ein schmückender, Gebrauchsgegenstand ist. Ihr Design erweckt Emotionen, mit ihr setzt man Statements – sie repräsentiert einen Status, den Sinn für Moden und guten Geschmack. Die Tasche ist Teil des Ausdrucks der eigenen Persönlichkeit und Individualität.

Der Mensch sucht nach vorgegeben und erprobten Mustern, um sich daran zu orientieren – sich die „Qual der Wahl“ zu ersparen und sich dann individuell abzuheben. Dabei spielen sozialökonomische Faktoren sowie Werte eine wichtige Rolle. Er ordnet sich einer Gruppe von gleichgesinnten zu. Diese Gruppen bilden auf der Grundlage ihrer Lebensbedingungen, Werteorientierungen und ihren Lebensstilen eine gemeinsame Ästhetik (Gruppenidentität) aus. Die Kleidung dient dabei als wichtiges Kommunikationsmittel und wird als „Hypocode“ bezeichnet.

„Die für mich perfekte Handtasche ist in erster Linie leicht und weich, sie schmiegt sich dem Körper an – wie eine Jogginghose für die Schulter.“ So entstand eine Kollektion, welche in Tragekomfort, Qualität, sowie Design und Statement überzeugen sollte.

IDentity, Melanie Hannappel, BA-Thesis 2015/16

Annabelle Heckl – out of (b)order

Betreuer: Prof. Johann Stockhammer, Prof. Matthias Kohlmann

Hip Hop ist heute längst Teil unserer Gesellschaft geworden.

Ursprünglich als Form der Rebellion entstanden, gab er den Menschen Hoffnung und Mut, sich gegen soziale Ungerechtigkeiten zu wehren und Stimme zu erheben. In den vergangenen 40 Jahren hat sich der Hip Hop zu einer riesigen Komponente der Unterhaltungsindustrie gewandelt, die die Verbindung zum eigentlichen Ursprungsgedanken oft verloren hat.

„oo(b)o – out of (b)order“ soll den Grundgedanken dieser Kultur wiederbeleben und die Jugend dazu ermutigen, Stimme zu erheben. Inspiriert durch stylistische und philosophische Elemente des Hip Hop schlägt die Kollektion über die Stränge, unterstreicht den Hang zur Übertreibung und lehnt sich gegen das System auf. Sie lässt Grenzen, egal ob persönliche, politische oder soziale, verschwinden – Grenzen zwischen Mann und Frau, Schwarz und Weiß. Die treibende Kraft dabei lautet Equality – die Gleichstellung aller Menschen, unabhängig von deren Eigenschaften, äußerer Erscheinung und Ansichten. Die Accessoires agieren als Ausdrucksform und Sprachrohr der heutigen Jugend. Dies geschieht mittels extremer Farb- und Materialkombinationen, außergewöhnlichen Formen, entstanden durch Achsenverlagerung wie im Breakdance und polarisierenden „messages“, inspiriert durch das Graffiti – „oo(b)o“ schafft eine neue Symbiose aus Sprache, Bild, Musik und Tanz.

Fotos: Christian Metzler

Cécile Hoggenmüller – crossroads

Betreuer:?Prof. Alexandra Schwarz , Dipl. – Des. (FH) Sarah-Rebecca Zimmer

C r o s s r o a d s ist eine Kollektion, die mit den vermeintlichen Gegensätzen von Natürlichkeit und Künstlichkeit spielt und so Neues entstehen lässt.?Die verwendeten Materialien sorgen in neuem Kontext für Vertrautheit und Irritation zugleich.

Das Materialkonzept basiert auf Experimenten, die für uns als künstlich geltende Materialien mit Natürlichen vermischen oder durch Prozesse verändern.?Den unterschiedlichen Materialien gemein ist, dass sie sich in die klare, minimalistische Formensprache aus organischen und geradlinigen Elementen einfügen.?Der Gesamtrahmen wird durch detaillierte Verschluss- und Verbindungslösungen ergänzt. Grenzen werden aufgelöst, Übergänge fließend gemacht.?Ob und welche Elemente als natürlich oder künstlich wahrgenommen werden, steht jedem selbst offen.

Eun-Song Joo – HYPERCULTURE

Betreuer: Prof. Johann Stockhammer, Prof. Matthias Kohlmann

Der Fokus er Arbeit HYPERCULTURE liegt auf eine zu beobachtende Strömung von Veränderungen unseres Selbstverständnis, bedingt durch Veränderungen unseres Lebensstils.? Der Globalisierungsprozess beschleunigt sich durch neue Technologien, und schafft die heutige Kultur, welche Raum und Zeit überwindet, völlig auflöst, und sich über „Links und Vernetzungen“ organisiert. Der Lebensstil hat sich drastisch verändert, sodass wir in einer computer-gestützen Hyperrealität leben, welche ein deckungsgleiches Abbild der Realität zu seinen scheint.

Die Abschlusskollektion beschäftigt sich mit dem Twist zwischen dem Kult des Glatten, einem perfekten Über-Ichs, einer hyperrealen Darstellung des Unseren, und dem Gradwandel zu einem verstörenden eigenproduzierten Selbstbild. Daher ist der menschliche Körper als Extrem das menschliche Schaffen besonders interessant. ?Es ist die Ästhetik des Glatten, die durch Modifizierungen rein auf das Wohlgefallen zielt, und die neuzeitliche Ästhetik des Schönen wieder spiegelt. So wird jeder scheinbare Makel optimiert, so dass kein Platz für Negativität gelassen wird. Es werden keine direkten Motive übertragen, sondern die Arbeiten greifen Nahaufnahmen des menschlichen Körpers auf. Nahaufnahmen entfremden die einzelnen Körperteile und werden aus ihrem Kontext gerissen, so dass sie zu einem konsumierbaren Objekt werden.

Fotos: Daniel Fidelis Fuchs

Gloria Karcher – still.LIFE

Betreuer: Prof. Johann Stockhammer, Sandra Volz

Mit der Kollektion still.LIFE wurde sich kritisch mit der heutigen Konsum- und Überflussgesellschaft auseinandergesetzt. Der Titel still.LIFE stellt in diesem Fall nicht den Bezug zu einem Stillleben dar, sondern unterteilt den Begriff in die beiden Worte NOCH und LEBEN.? Umgesetzt in die Accessoire Kollektion, die in Kooperation mit dem Streetwear Label bleed erarbeitet wurden, entstanden Taschen, Schuhe und Rucksäcke die zum einen durch die Formsprache, aber auch die verwendeten Materialien die Themen aus der Theorie wiedergeben. Bei der Verwendung von Recyclingvliesstoff wurde somit nicht nur der Gedanke des Überflüssigen fortgeführt, sondern auch auf das „noch Lebendige“ ein Augenmerk gelegt. Als Kontrastmaterial kommt Kork zum Einsatz welcher den Bezug zur Natur darstellt. Inspirierend für die Formen war die Plastiktüte. Sie ist das Symbol der Überflussgesellschaft und bekommt umgesetzt in langlebige Accessoires einen neuen Sinn.

Fotos: Christian Metzler

Kyungmi Lee – Giwajip

Betreuer: Prof. Alexandra Schwarz, Dipl.-Des. Lena Schröder

Der Begriff „Giwajip“ ist koreanisch und bedeutet „Haus mit Ziegeldach“ – der Titel beschreibt die Inspirationsquelle für die Abschlussarbeit und Taschenkollektion von Kyungmi Lee.

Die Designinspiration der Kollektion ist das Ziegeldach des Haupttempels in T’ongdosa. Das Ziegeldach spielt eine wichtige Rolle neben der Transformation der traditionell koreanisch, asiatischen Ästhetik und Philosophie. Das Dach symbolisiert den Himmel, der in der koreanischen Philosophie eines der wichtigen drei Bestandteile des Weltraums (Himmel, Erde, Mensch) ist. Es zeigt, wie ein Raum den Himmel trifft und spielt unter den Formelementen der koreanischen Architektur eine wichtige Rolle.

 

Diese Arbeit behandelt die Schönheit und Philosophie, die die traditionell koreanische Architektur enthält. Sie soll zeigen, wie sich aus Traditionen zukunftsweisende Trends entwickeln können auf Basis einer freien Interpretation über die Prinzipien traditioneller Ästhetik und nicht über die Erbschaft von traditionellen Stilen.

Die Kollektion steht für ausgezeichnetes Design, handwerkliches Können und eine starke Ästhetik. Die architektonische Konstruktion wird in jeder Tasche der Kollektion gespiegelt und damit wird die Tasche zum Objekt, das wie ein kleines Gebäude anmutet.

Fotos: Sunghyun Noh

Aline Ritter – bipolar-zwischen Licht und Schatten

Betreuer: Prof. Johann Stockhammer, Prof. Christine Lüdeke

Kann man Krankheitszustände visualisieren?? Diese Abschlussarbeit setzt sich mit der bipolaren Störung auseinander. Analysiert werden ihre zwei Zustände Manie und Depression. Ziel dieser Arbeit ist es, ein Bewusstsein für bipolare Störungen zu schaffen und zu visualisieren, was in der Krankheit steckt, um diese verstehen zu können. Die Serie hat keinen funktionalen, dekorativen oder kommerziellen Hintergrund. Die zwei Zustände Depression und Manie stehen in enger Verbindung zueinander und bedingen sich gegenseitig. Es ist ein stetiger Kreislauf. Die Stimmung der Kollektion fängt diese zwei Zustände ein und visualisiert sie durch Objekte. Der menschliche Körper ist für die entstandene Serie essentiell. Die Objekte funktionieren nicht ohne ihn. Befinden sich die Objekte am menschlichen Körper, sorgen sie dafür, dass sich die Haltung, das Empfinden und das Erscheinungsbild des Körpers ändern.

Theresa Schewe – heimat

Betreuer: Prof. Alexandra Schwarz, Dipl.Des. (FH) Sarah-Rebecca Zimmer

Die Accessoires der Winterkollektion „rosenheimat“ sind so konzipiert, dass der Träger durch Form und Material vor Wind und Kälte geschützt wird. Dadurch werden die Gefühle, wie Geborgenheit, Sicherheit und Wohlfühlen über das Tragen der Accessoires vermittelt und transportieren den Heimat-Gedanken auf die Objekte.

Auch der Zugehörigkeitsaspekt zeigt sich darin, dass z.B. durch Spiegelung der Schnitte aus den Einzelteilen Partner-Accessoires werden. Durch die für Oberbayern typischen Materialien Walkstoff und Hirschhorn bekommt die Kollektion einen authentischen Charakter. Traditionelle Elemente werden mit modernen kombiniert und dadurch neu interpretiert, wodurch ein spannender Stil entsteht.

Fotos: Amon Seidl

Eva Schubert – Backpflaumenallee 17

Betreuer: Prof. Alexandra Schwarz, Prof. Silke Helmerdig

Eigentlich fing alles ganz harmlos an:?Ein paar Gedanken, die sich lieber Nichtigkeiten widmeten, anstatt sich auf Wichtiges zu fokussieren.?Eine Welt aus meiner Kindheit, die mich seither gefesselt und begeistert hat.?Und die Chance, daraus etwas Innovatives zu kreieren.

Ist der Mensch der Realität überdrüssig, neigt er dazu, sich vor ihr zu flüchten. Eine Möglichkeit besteht darin, sich in imaginäre Universen zu fliehen.?Doch treten Wirklichkeit und Fiktion meist getrennt voneinander auf.

Die Accessoires Kollektion BACKPFLAUMENALLEE 17 schlägt eine Brücke zwischen diesen konträren Welten, indem sie Elemente der imaginären Welt der „Katze mit Hut“ in die Realität einbringt.

Backpflaumenallee 17, Eva Schubert, BA-Thesis 2015/16, Foto: Dominik Ultes

Annika Mette Sorg – HIBERNATE

Betreuer: Prof. Johann Stockhammer, Prof. Christine Lüdeke

Als grundlegende Inspiration der Kollektion „Hibernate“ von Annika Mette Sorg dienen die Aspekte des Winterschlafes.? Wie Nester sind sie nach innen weich gefüttert und grenzen den Körper durch den Einsatz von Latex gegenüber der Umgebung ab. Starke Wattierungen und dreidimensionaler Strick verstärken den polsternden und schützenden Charakter. Manche Accessoires können durch Modifizierung auch als Wohnaccessoires genutzt werden. Die Trägerin erfährt Momente der Entschleunigung und Bewusstwerdung des Selbst. Durch das Tragen der Accessoires wird eine bewusste Entscheidung über Bewegung und Nichtbewegung überlassen.

„Hibernate“ überträgt den Prozess des menschlichen Winterschlafes auf den Körper.

Fotos: Christian Metzler

Stefanie Vollmar – Flexival

Betreuer: Prof. Alexandra Schwarz, Prof. Thomas Gerlach

Flexival ist eine Reisekollektion für Festivals, deren Rucksäcke durch verschiedene Accessoires ergänzt und geformt werden können.

Die Informationen für die Gestaltung der Accessoires habe ich, einer selbst angefertigten Umfrage entnommen. Sie gibt Aufschluss über das Festivalverhalten der Teilnehmer. Unter Anderem wurde nach der Packliste für Festivals gefragt, was ihre Gründe für den Besuch eines Festivals sind, wie viele Tage sie in der Regel auf einem Festival verbringen und weitere Dinge, die bei der Entwicklung einer Accessoire-Kollektion von Bedeutung sein können.

Die Umfrage ergab, dass es sehr viele unterschiedliche Festivaltypen gibt, die unterschiedliche Bedürfnisse haben und somit auch andere Vorstellungen an das Produkt stellen. Als Lösung bot sich zum Einen die genaue Definition eines ganz bestimmten Festivalgängers oder zum Anderen eine Kollektion die auf verschiedene Festivaltypen eingeht. Ich habe mich für den zweiten Lösungsansatz entschieden und ein Baukastenprinzip für Festivals entwickelt.

Flexival, Stefanie Vollmar, BA-Thesis 2015/16

  

Tabinda Ahmed – Kalash

Betreuer: Prof. Johann Stockhammer, Adrianus Obers M.A.

Hoch in den schneebedeckten Hindukusch Gebirgen an der afghanisch und pakistanischen Grenze lebt die Ethnie, die „ Die Kalasha von Chitral“ oder einfach nur „Kalasha“ genannt.

Auffällig, vor allem für die Region in Zentralasien, wo die meisten Menschen eher eine dunkle Haut und dunkles Haar haben, ist das isolierte Bergvolk mit ihren äußerst europäischem Aussehen. So haben diese eine auffallende helle Haut und helles Haar, sowie abweichende Augenfarben wie blau und grün.

Die Designinspiration der Kollektion K A L A S H liegt beiden Trachten und den Headpieces der Kalasha Frauen. Aufgrund ihrer auffallenden bunten Strickereien und Stickereien sind sie in ganz Pakistan bekannt dafür. Das Konzept der Kollektion ist, Elemente aus den Trachten zu entnehmen und diese passend zu der Zielgruppe so umzugestalten, das eine Balance zwischen der Tradition und der Moderne geschaffen wird.

Kalash, Tabinda Ahmed, BA-Thesis 2015, Foto: Harald Koch

Stefanie Gräwe – Zeit zum Umdenken – time to rethink

Betreuer: Prof. Johann Stockhammer, Sandra Volz

Massenkonsum, wie er in den Industrienationen stattfindet und die damit einhergehenden Folgen, waren einer der Auslöser für die Abschlussarbeit „Zeit zum Umdenken – time to rethink.“ Es wurde ein Konzept entwickelt, das sich hauptsächlich auf den Thesen des cradle to cradlte Systems stützt, welches von Michael Braungart und William McDonough ins Leben gerufen wurde. Als Designer kann man die Verantwortung für die zu entwickelnden Produkte übernehmen und Produkte schaffen, die nicht innerhalb kürzester Zeit entweder aus der Mode kommen oder kaputt gehen. Wichtig hierbei sind auch die Inhaltsstoffe der verwendeten Materialen. Es geht um Schaffung von Kreisläufen, in denen die Produkte zirkulieren und nicht nach kurzem Gebrauch als Müll verbrannt werden, oder noch schlimmer in die Umwelt gelangen, wo sie zur Gefahr für Tier und Natur werden. Darüber hinaus wurde sich mit verschiedenen Möglichkeiten für ein nachhaltiges ökologisches, soziales und trotzem ökonomisches Handeln beschäftigt.

In Zusammenarbeit mit der veganen Schuhmarke FreiVon. wurde ein Konzept für eine vegane Herrenschuhkollektion entwickelt.

Zeit zum Umdenken – time to rethink, Stefanie Gräwe, BA-Thesis 2015, Foto: Harald Koch

Gesine Hampel – Heliophilia

Betreuer: Prof. Johann Stockhammer, Dipl.-Des. Reinhard Plank

Heliophilia steht für sinnlich avantgardistisches Design. Ästhetisch, träumerisch und zeitlos.

Der Begriff „Heliophilia“ ist ein englisches Wort mit griechischem Wortursprung. Zusammengesetzt aus den griechischen Wörtern „helios“ = Sonne und „phile?n“ = lieben, bedeutet „Heliophilia“ so viel wie „Liebe zur Sonne“ bzw. „Begehren nach Sonnenlicht.

Heliophilia birgt die Vision einer jungen, modernen und geheimnisvollen Fremden, welche durch ihre anmutige Leichtigkeit unendlich frei wirkt. Ihr geheimnisvoll melancholisches Wesen scheint das restliche Umfeld still stehen zu lassen. Ihre Erscheinung wirkt begehrenswert und fesselnd zugleich, aber dennoch distanziert. Übertragen auf die Kollektion ist die Rede von Gegensätzen, welche sich in der Designsprache widerspiegeln. Im Fokus steht hierbei der spielerische Umgang von Licht und Schatten, der das Gefühlsspiel von Heiterkeit bis zu leichter Melancholie ihrer Persönlichkeit ausdrückt.

Inspiriert von der jungen Renée Perle (1904 -­? 1977) und deren Grazie und eigensinnigem Stil, vermittelt die Kollektion ein Lebensgefühl einer verträumten Freiheit, Zeitlosigkeit und Einsamkeit.

Heliophilia, Gesine Hampel, BA-Thesis 2015, Foto: Harald Koch

Giuliana Klauser – von Wegen und Umwegen

Betreuer: Prof. Alexandra Schwarz, Dipl.-Des. Frauke Schäfer

In der Abschlusskollektion „Von Wegen und Umwegen“ handelt es sich um einen narrativen Reisebericht über meine zweimonatige Reise durch den Andenstaat Peru.
Ziel der Arbeit ist es, zum einen die physischen Wege darzustellen, die man geht als auch die
Weiterentwicklung der eigenen Person anhand von Wegen und Umwegen am Beispiel einer Reise.

Durch die verwendeten Materialien und Formen meiner Kollektion, wird die Verschmelzung der Moderne mit der Kultur Perus dargestellt.

von Wegen und Umwegen, Giuliana Klauser, BA-Thesis 2015, Foto: Silke Schlotz

Franziska Knebel – Airborn

Betreuer: Prof. Johann Stockhammer, Prof. Erich Reiling

Beginnend mit dem Menschheitstraum sich in die Lüfte zu erheben bis hin zu zukunftsweisenden technologischen Innovationen im Gebiet des Düsenflugzeuges werden diverse aerodynamische Konstruktionsveränderungen und Technologien in meiner Arbeit erörtert. Weiterhin wird aufgezeigt, wie dieser Veränderungsprozess zur Entwicklung des Farb- und Materialkonzepts sowie der Formgestaltung und Designsprache der Accessoires beiträgt.

Airborn, Franziska Knebel, BA-Thesis 2015, Foto: Harald Koch

Katja Möhrle - N.autheNtic

Betreuer: Prof. Johann Stockhammer, Prof. Matthias Kohlmann

„Das Wichtigste an einer Technologie ist die Frage, wie sie die Menschen verändert“.

Dieser Frage bin ich bei meiner Abschlussarbeit nachgegangen.
Auf der Suche nach Antworten auf Fragen wie Stumpfen unsere Sinne ab, wenn man sich haupt- sächlich mit Dingen und Personen beschäftigt, die nicht real greifbar, sondern digital oder in einer virtuellen Welt sind? Was macht das mit uns, wie verändert uns das?
Aufgrund dieser und ähnlicher Fragen entstand dieses experimentelle Projekt.

N.autheNtic, Katja Möhrle, BA-Thesis 2015, Foto: Harald Koch

Stefanie Strobel - limitedL1MIT

Betreuer: Prof. Johann Stockhammer, Prof. Erich Reiling

Du wachst auf und weißt, eine unglaubliche Kulisse erwartet dich. Die Freude ist riesengroß. Die ersten Sonnenstrahlen berühren dein Gesicht. Du kannst es nicht erwarten. Endlich. Aber noch ist es kalt. Eisig kalt. Und deine Beine sind schwer von den letzten Tagen. Aber sobald du dieses unglaubliche Gefühl wieder erlebst, ist alles wie weggeblasen. Du genießt es. Liebst was du siehst, bist glücklich und der Freiheit so nah wie nie zuvor.

Daraus resultierend ist eine Kollektion mit dem Untertitel „weekend warrior“ aus dem sehr widerstandsfähigem und resistentem Material Cordura entstanden, die speziell für unterschiedliche sportliche und alltägliche Bereiche praktikabel ist. Genauso gut im Alltag tragbar und funktional, wie auch im persönlichen leidenschaftlichem Bereich der Extremsportler.

limitedL1MIT, Stefanie Strobel, BA-Thesis 2015

  

Julia Döring – the simple expression of complex thought

Betreuer: Prof. Johann Stockhammer, Dipl.-Des. Annette Goeke

Simple und doch monumentale Formen wie Dreieck, Kreis oder Quadrat bestimmen die Abschlusskollektion von Julia Döring. „the simple expression of complex thougts“ ist dem Stil des Bauhauses entlehnt. Vor dem Entwerfen ihrer Taschen, Schuhe und Schals recherchierte Julia Döring in den Archiven von Weimar, Dessau und Berlin. Dass Bauhauslegenden wie Marcel Breuer und Mies van der Rohe regional produzierten, spricht die 24-jährige Nürnbergerin auch heute noch an. „Die Art und Weise der Produktion ist mir wichtig, wir haben im Studium gelernt, hochwertig und nachhaltig zu arbeiten.“

Nadine Eismann – LA MARAVILLA ENMASCARADA

Betreuer: Prof. Alexandra Schwarz, Dipl.-Des. Annette Goeke

„Das maskierte Wunder“ oder „La Maravilla Enmascarada“ – so der spanische Titel – steht bei der Taschenkollektion von Nadine Eismann Pate. Die Modelle sind eine Reminiszenz an das mexikanische Wrestling „Lucha Libre“. Einem traditionellen Kampfsport, der seine Blütezeit von 1930 bis in die 70er Jahre erlebte. Ihm begegnete die 28-Jährige während eines Auslandsaufenthalts in Mexiko. „Die Bilder aus diesem Sport lassen mich nicht mehr los“, erklärte Nadine Eismann. Die Kämpfer trugen kunstvolle Masken, die sie – wie der berühmte El Santo – niemals ablegten. Die Masken stilisierten die Sportler zu Heiligenfiguren. Die Studentin nahm diese Maskenform in Flechtwerken in ihren handgearbeiteten Taschen auf.

Fotos: Christian Metzler

Mehrisadat Majidi – HOFFNUNGSTRÄGER

Betreuer: Prof. Johann Stockhammer, Dipl.-Des. Annette Goeke

Krieg, Flucht und die Hoffnung auf ein neues Leben sind Themen, die die gebürtige Iranerin Mehri Majidi in ihrer Kollektion „HOFFNUNGSTRÄGER“ umsetzt. Sie entwickelte ein Taschenset, das sich je nach Bedarf zu einem Overall und Fluchtanzug kombinieren lässt. Aus den einzelnen Overall-Schnitteilen lassen sich durch Trennen und wieder Zusammensetzen diverse Taschen bilden. Mehri Majidi kam als Jugendliche nach Deutschland. „Bei meiner Biografie ist Mobilität ein durchgängiges Thema“, so die 26-Jährige.

HOFFNUNGSTRÄGER, Mehrisadat Majidi, BA-Thesis 2014/15

Alissa Sturm – decay

Betreuer: Prof. Alexandra Schwarz, Dipl.-Des. Annette Goeke

Alissa Sturm ließ das Material für ihre Schuhe und Taschen dagegen künstlich altern. Für ihre Kollektion „Decay“ – Englisch für Verfall – arbeitete sie Eisenpulver in das Leder ein und brachte es mit Hilfe einer Tinktur zum Rosten. „Mich hat die brachliegende Heilanstalt von Beelitz bei Berlin inspiriert. Die verblasste Schönheit strahlt einen ganz eigenen Reiz aus“, stellte die Absolventin fest.

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