Design PF

Workshoptage & Design Camp „Close the Gap“

In diesem Jahr beschäftigten sich unsere Workshoptage mit der Leere dazwischen. Wo sind Lücken entstanden, was haben wir verpasst? Mit welchen gestalterischen Fragen und Techniken haben wir uns länger nicht beschäftigt? Leere ist auch Freiraum!

Die Workshoptage sind ein Kurzformat zu Beginn des Wintersemesters und außerhalb des normalen Unterrichts im Studiengang. Alle Studierenden arbeiten über die Disziplinen und die Semester hinweg zusammen – und sie probieren Workshops in anderen Studiengängen aus, lernen neue Leute kennen und neue Techniken. Interdisziplinär at its best!

Teilgenommen haben die Semester 3 bis 6 aller Studiengänge – und ebenso dabei waren 23 Schülerinnen und Schüler, die im Rahmen vom „Design Camp“ an drei Tagen unsere Hochschule erleben konnten.

Fotos: Petra Jaschke und Harald Koch

 

 

Bring Build Brand mit Antonia Leslie

 A workshop that aims to enhance your understanding of the importance of image to communicate an object. Workshop includes building a creative brief, creative shoot direction and art direction through editing. Good images speak in place of your presence and have their own voice. You will learn to make your images communicate quickly the ideas behind the object and give your images a signature or in other words a branding. 

(RE-)CONNECT mit Rebecca Posselt, Michael Mayer,  Magdalena Orland 

Wir verbinden uns wieder und entdecken so ganz ‚Hands-on‘ das Handwerkliche neu- und wieder! Die Teilnehmer*innen im Kurs lernen das Handwerkliche der Schuhmacherei, Täschnerei und Handstickerei kennen. Im Kurs werdet ihr euren eigenen, gerade sehr im Trend liegenden Clog entwerfen und umsetzen und ein ganz persönliches Skizzenbuch mit Einband in den Händen halten.

Urbane Intervention – Analog & Digital mit Ben Wittner und Sascha Thoma 

Poster im öffentlichen Raum werden zunehmend digitaler. Hochauflösende Displays oder auch Augmented Reality ermöglichen es Informationen in Form von Animationen und Trailern darzustellen. Die sogenannten Moving Poster werden sowohl im öffentlichen Raum als auch auf Socialmedia Kanälen geposted. Unter dem Thema “Urbane Intervention – Analog & Digital” entwickeln die Teilnehmer*innen ihre eigenen Moving Poster oder digital/analoge Kunstwerke, die im Vergleich zu den eher kommerziellen Werbemedien im öffentlichen Raum einen künstlerischen Ansatz verfolgen.

Language of the future – Typo und Zeichen mit Haytham Nawar 

Der Workshop führt die Teilnehmer in die Bildsprache ein und spekuliert darüber, wie die Kommunikation in der Zukunft aussehen könnte. Unter Verwendung von Basismaterialien aus dem täglichen Leben in Kombination mit ihren logischen, gestalterischen und erzählerischen Fähigkeiten werden individuelle Geschichten mit einer universellen Bildsprache entstehen. Der Workshop wird eine persönliche Reise sein, auf der die Schule als Ort und die verschiedenen visuellen Elemente, die dort zu finden sind, erkundet werden.

Kintsugi mit Yasutak Okamura

Kintsugi ist eine traditionelle japanische Reparaturmethode für Keramik. Keramik- oder Porzellanbruchstücke werden mit Urushi-Lack geklebt und dabei entstehen kann neue Unikate. Im Workshop lernst du, wie du eine zerbrochene Lieblingstasse wieder reparieren kannst – aber es geht es nicht allein darum, zerborstene keramische Objekte wieder nutzbar zu machen. Indem man dem Urushi-Lack oder der Kittmasse pulverisiertes Silber, Gold oder Platin beimengt, stellt er die Risse und Narben geradezu heraus – so wird aus einem Makel ein neues ästhetisches Konzept.

Courage To Gap mit Martin Hailer, Frank Dehnke

Erkennen der Lücke – positiver Umgang – Resilienz -– Konzipieren und Gestalten eines unterstützenden Produktes (!?) oder Prozesses mit anschließender Umsetzung in der Industrial Design-Werkstatt

Tie-Dye Färbetechniken – Upcycling-Projekt mit Isabelle Dingler

Bei diesem Tie-Dye-Workshop werden verschiedene Färbetechniken ausprobiert und angewendet, um so aus alter Kleidung wie z.B. T-Shirts oder Jute-Taschen etwas Neues, Buntes und komplett Individuelles entstehen zu lassen. Am zweiten Tag werden dann verschiedene Knot- und Spraytechniken ausprobiert und Schablonen erstellt. Die anfangs ergatterten Kleidungsstücke werden dann am letzten Tag des Workshops eingefärbt. 

Bridging the Gap: Illustrationstechniken für Nicht-Illustrator*innen mit Benjamin Weiler

Der Bridging the Gap Workshop vermittelt euch Grundkenntnisse der verschiedenen Illustrativen Techniken. Jeder bearbeitet ein persönliches Projekt mit individuellem Coaching.

Closing the gap between analogue and digital – Fotografie im 21. Jahrhundert mit Prof. Dr. Silke Helmerdig, Prof. Dr. Steffen Reichert

Mit der Digitalisierung kommen neue Möglichkeiten der Sicht auf die Welt hinzu. Satelliten und Drohnen geben uns gleichermaßen Blicke von oben auf die Welt und führen zu einer Auflösung der Dominanz der Horizontlinie. 3D Visualisierungen ermöglichen multiperspektivische Blicke. Was können wir von diesen digitalen Errungenschaften für die Fotografie lernen und vielleicht auch wieder in die analoge Fotografie mitnehmen, um diese so zu erweitern? Schließen wir die Lücke zwischen analog und digital, indem wir Erkenntnisse aus der digitalen Bildherstellung zurückführen ins Analoge!

Fräsworkshop im Maker Space der Design Factory mit Martin Bergmann

Der Maker Space der Design Factory Pforzheim lädt ein zum gemeinsamen Werken – unbekannter Name für euch? Kein Problem, die Workshoptage sind eine gute Gelegenheit, die noch junge Design Factory kennenzulernen. Im Workshop habt ihr die Möglichkeit, insbesondere zwei Gefährten aus unserem Fuhrpark kennenzulernen: Zum einen den Shaper Origin, eine handgeführte Oberfräse mit CNC-Regelung und unsere Modellbau-CNC-Fräse von Stepcraft. Der Fokus in diesem Workshop liegt darauf, euch einen Einstieg in die genannten Tools zu bieten, sodass ihr daraus Möglichkeiten für zukünftige Projektarbeiten ableiten könnt und das Erlernte weiterentwickelt.

Haustier 3000 mit Prof. Dr. Jan Of und Maximilian Hans

Wir entwickeln mit Aktoren und Sensoren einfache Geräte und hauchen ihnen mit Skripten künstliches Leben ein, denn wir schreiben das Jahr 3000: Flora und Fauna sind voll digitalisiert und virtualisiert, weil sie sich nicht schnell genug an die sich verändernden Umgebungsbedingungen anpassen konnten oder um die wenigen verbleibenden Ressourcen einzusparen, die auf dem Planeten Erde übrig sind. Der Mensch ist wieder zum Jäger und Sammler geworden und bewohnt die kargen Betonwüsten, streift durch verlassene Geschäfte und Bürohäuser in der Hoffnung etwas Nützliches zu finden. Er fängt an, sich aus alten Geräten und Maschinen Helfer und Gefährten zusammenzubauen, die ihm im Alltag helfen oder ihm einfach Gesellschaft leisten. In diesem Workshop werden wir uns damit beschäftigen, wie man als Designer*in aus einfachen Aktoren und Sensoren zu Geräten und Maschinen kombinieren kann und ihnen mithilfe von Skripten Leben und Verhalten einhaucht und prototypisch umsetzt.

Mind the gap. Von Zwischenräumen und Nicht-Orten mit Prof. Heike Gallmeier, Prof. Dr. Thomas Hensel

Der Workshop „Mind the gap. Von Zwischenräumen und Nicht-Orten“ löckt wider den Stachel. Wir wollen Lücken nicht schließen, sondern aufreißen. Und verstehen lernen, dass es Lücken, Zwischenräume und Nicht-Orte braucht, um Neues denken zu können. In unserem Workshop öffnen wir Lücken, leuchten diese aus, nisten uns intellektuell in ihnen ein, reflektieren und modellieren sie –  auch ganz praktisch: mit Pinsel, auf Leinwand, im Raum...

Elementals mit Michael Clasen, Marcel Saidov

Zusammen erkunden wir das Innenleben verschiedener Schriften und lernen ihre Architektur und Zusammenhänge kennen. Basierend auf der Formsprache eines einzelnen Buchstabens interpretieren wir wiederkehrende Elemente und vervollständigen so das gesamte Alphabet. Durch eine Serie von analogen und digitalen Experimenten erstellen wir unsere eigene Schrift.

A Medal for the missing Information mit Tim Carson, Gabriele Maier und Prof. Andi Gut 

Mit deiner persönlichen Medaille wirst du eine neue Information in die Welt setzen, ein Geheimnis lüften, etwas Großartiges verkünden oder vielleicht auch auf einen Missstand aufmerksam machen. Deine Medaille ist ein Informationsträger, aber auch eine Skulptur für die Hand. Am ersten Tag modellieren wir mit einfachem Werkzeug und einem gefügigen Modellmaterial. An den folgenden Tagen werden wir die Medaillen in den Sand einbetten, wieder herauslösen und die Lücken mit Flüssigem Metall ausgießen.

Print lebt! Wir beleben das Fakultäts-Magazin mit Semiha Özyakan, Ahmet Mehadzic, und Unterstützung von Prof. Alice Chi

Was ist eigentlich aus unserem Hochschulmagazin geworden? Print ist nicht tot! Medien sterben nicht, sie verändern sich nur. Ziel dieses Workshops ist es, das Magazin der Fakultät wiederzubeleben und aus dem Printobjekt etwas Neues zu machen. Während der Workshoptage arbeiten wir zusammen das Konzept für das Magazin aus. Wir legen Format, Themen, Papier und erste Ideen fest. Das Projekt wird im Laufe des Semesters als Kurs weitergeführt.