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Austauschsemester in Japan

Sabrina Hauber, Raya Kapsreiter aus dem 4.Semester MODE und Ananda Ferreira Gomes aus dem 6.Semester MODE sind seit einem Monat an der Nagoya University of Arts and Sciences in Japan

 

Sie berichten: "Als wir am 31.März nach ca.12 Stunden Flug in Nagoya landeten, warteten bereits zwei Assistenten des Fashion Departments, um uns herzlich zu empfangen. Nach einer Stunde Autofahrt kamen wir im Wohnheim Proxy Friends in Nisshin, einem Außenbezirk von Nagoya an, wo wir sofort unsere kleinen, aber feinen Apartments bezogen. Die darauf folgende Woche, in der wir noch keinen Unterricht hatten, nutzten wir, um die Gegend zu erkunden, uns einzuleben und einige der bekanntesten Touristenattraktionen Nagoyas zu besichtigen. 

Die erste Schulwoche an der Nagoya University of Arts and Sciences war geprägt von anfänglichen Kommunikationsschwierigkeiten, Erstaunen über die außerordentlich gute, technische Ausstattung und der für uns neuen aufregenden Unterrichtsinhalte. Zu unserem wöchentlichen Stundenplan gehören Fächer wie Färben, Drapieren, CAD (Schnittprogramm Pattern Magic), Stricken an kleinen mobilen Maschinen, Computer unterstütztes Stricken, analoge Fotografie, Metallverarbeitung sowie ein Japanischkurs für Anfänger. Die für uns interessantesten Fächer sind allerdings Druck- und Printentwicklung, in dem wir anhand vieler verschiedener traditionell-japanischer Drucktechniken selbst Prints designen, und Weben, wo wir einen Schal an kleinen Webstühlen herstellen und dadurch den kompletten Vorgang der Webtechnik erlernen.

In unserer begrenzten Freizeit versuchen wir so viel von Land und Kultur zu entdecken wie möglich. Auch unsere Professoren unterstützen uns dabei sehr, indem sie uns immer wieder zu verschiedensten Ausflügen einladen. So zum Beispiel während der Einführungstage nach Ise-Shima, wo wir eine für uns organisierte Bootstour genießen durften und einen der größten, heiligsten Schreine Japans besichtigten. Weitere Ausflüge, die wir kaum abwarten können (nach Kyoto, Nara, Tokyo und Kobe), sind auch bereits geplant.

Generell werden wir hier sehr herzlich und gastfreundlich aufgenommen und sind dankbar für die Höflichkeit, Zuvorkommenheit und Hilfsbereitschaft der Menschen. So steht uns zum Beispiel Mariko, eine Mitarbeiterin des Fashion Departments, rund um die Uhr zur Seite, hilft uns, uns zurecht zu finden und übersetzt uns jede Unterrichtseinheit, welche nämlich alle auf japanisch gehalten werden, ins Englische. Aber auch unser Deutsch findet großen Anklang bei Professoren und Studenten, welche sich immer wieder freuen, uns in unserer Muttersprache begrüßen zu können. Vor allem der Präsident der Universität genoss es bei unserem gemeinsamen traditionell-japanischen Abendessen, zu dem er uns einlud, mit uns über seine Zeit in Deutschland zu sprechen.

Wir genießen unsere Zeit hier in vollen Zügen und sammeln viele spannende Eindrücke und Inspirationen für unsere folgende Studienzeit."