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Industrial Design-Stegreif Sommersemester 2019

Goodbye Robot! Welche Form der autonomen Technik folgt auf den Roboter? Mit dem Stegreif-Projekt im Studiengang Industrial Design startet die Pforzheimer Fakultät für Gestaltung traditionell in das Semester. Die diesjährige Aufgabe stellten der Designer Tom Siegel und Kai Jardner von der Daimler AG. 65 Teilnehmer setzten sich zu Beginn des Sommersemesters 2019 mit der Frage auseinander, in welcher Form und Funktion diese neue Gattung erschaffen werden könnte.            

Seinen eigenen Werkzeugkasten aus dem ersten Semester in Pforzheim hat er noch zuhause, der ehemaliger Industrie Design-Student Tom Siegel. Heute arbeitet der gebürtige Stuttgarter bei der Daimler AG in der Zukunftsforschung PIONEERING Next. Für den Stegreif-Workshop ist er in seine ehemalige Hochschule zurückgekehrt – mit einer fordernden Aufgabe. 

Heute sind Roboter in ihrer Form und Funktion häufig sehr technisch, kalt und rational gedachte Maschinen. Geht das auch anders? Immerhin sollen diese Maschinen Teil unserer Lebenswelt werden. Als sozialer Akteur werden sie Einfluss auf die Art zu Leben nehmen. Die Frage ist also, ob autonome Maschinen auch anders gedacht werden können? Als eine neue Spezies, die auf unsere derzeitige Vorstellung von Robotern folgt. Ganz nach dem Prinzip „Pioneering Next!“ Diese Frage zu explorieren, der neu entdeckten Spezies einen Namen, eine Form und Funktion zu geben und sich damit auf die Suche nach alternativen Prinzipien für das Zeitalter autonomer Maschinen zu begeben, war die Aufgabe der Studierenden aus dem Studiengang Industrial Design.

Der „Patronus“ ist ein Alltagshelfer, der Menschen dabei unterstützt, mit Gefühlen und Erlebnissen besser umzugehen. „Patronus“ sammelt Daten zu Mimik, Gestik und Alltagsgewohnheiten ihrer Nutzer. Er begleitet Menschen durch Höhen und Tiefen und ist ein virtueller Partner. Durch sein Material kann er Wärme spenden und Körperkontakt aufnehmen. Das Haus als Roboter steckt als Idee hinter dem Projekt „Taya“, das ein Lösungsansatz zur steigenden Bevölkerungsdichte sein kann. „Das Thema Überbevölkerung wird uns auch künftig beschäftigen, deshalb haben wir ein Konzept für einen Lebensraum im Wasser entwickelt“, sagt Bruno Pauli-Caldas. „Taya“ ist eine Wohnkapsel, ein eigenes Ökosystem, das in Kapselform im Meer schwimmt. Es ist energieeffizient und komplett unabhängig vom Festland. Wind und Sonne versorgen den schwimmenden Lebensraum mit Energie, integrierte Filtern sammeln den Plastikmüll aus dem Meer. „Taya ist zudem autonom und intelligent und reagiert auf die Bedürfnisse seiner Bewohner. Die schwimmende Stadt kann Dank der Module Grünflächen zu Parkflächen erweitern oder Häuser zu Bürokomplexen zusammenführen“, erklärt Bruno Pauli-Caldias, der im ersten Semester Industrial Design studiert. Der Stegreif fungiert als Motivationsmotor zum Semesterstart und komprimiert eine Arbeitseinheit von Idee zu Präsentation auf drei Tage. Für Tom Siegel sind die Konzepte eine Bereicherung und Inspiration. „Ich bin wirklich begeistert, in welch kurzer Zeit zu einem weit gefassten Thema mit einer diversen Gruppe sehr überraschende und visionäre Ideen entstehen können!“

Grafik 1: AEON: Autonomous Energy Orbit Network; Gruppe 7 
Grafik 2: Patronus; Gruppe 1
Grafik 3: Taya; Gruppe 5
Grafik 4: FAST: Flying Autonomous Safety Troup; Gruppe 4

Fotos: Petra Jaschke