SPIEL MAL – Pforzheim ist kreativer Spielraum

 

Kooperation zwischen Stadt, Hochschule, Kulturhaus Osterfeld und Stadtjugendring 

Die Fakultät für Gestaltung der Hochschule Pforzheim, die Stadt Pforzheim, das Kulturhaus Osterfeld und der Stadtjugendring werden Pforzheim über zwei Jahre hinweg unter der Überschrift „SPIEL MAL“ zu einem kreativen Spielraum wachsen lassen. Die Hochschule übernimmt dabei die Gesamtkoordination und integriert die Programme über ihr eigenes Projekt HOTSPOT (House of Transdisciplinary Studies) in die Lehre. Gefördert wird „SPIEL MAL“ vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg. 

NEWS AUS DEM FAIR LAND

Mit „A Fair Land Pforzheim“ startet die Fakultät für Gestaltung der Hochschule Pforzheim gemeinsam mit der Stadt das Kooperationsprojekt SPIEL MAL und entwirft für den Waisenhausplatz einen Ort des gesellschaftlichen Zusammenhalts.

Fotos: Lara Zettl und Martin Schaaf

 

 

Übersicht aller Teilprojekte:

 

SPIEL MAL startet im Frühjahr 2020 mit A Fair Land Pforzheim. Dieses Projekt verantwortet die Fakultät für Gestaltung in Kooperation mit der englischen Künstlerorganisation Grizedale Arts. Die kollaborative ‚Model Village‘ „A Fair Land Pforzheim“ ist ein von Künstlern und Designern geleitetes Funktionssystem für das Leben vor Ort und wird von April bis Juli am Waisenhausplatz realisiert. Mit „A Fair Land Pforzheim“ setzt die Fakultät für Gestaltung ihre erfolgreiche Reihe zum partizipatorischen Design fort, in der bisher u.a. Workshops mit Assemble & Grizedale Arts (The Creative Everyday 2016), Assemble & Simon Jones Studio (A Charaterful Family of Furniture 2017) und Van Bo Le-Mentzel & Vitra (Co-Playing-Möbel und -Spielplätze 2018) stattgefunden haben.

‚Entwerfen’ wird hier als eine Praxis des Designs verstanden, die Orte, Artefakte und Kontexte hervorbringt, die die Handlungsspielräume der Benutzer erweitern, wodurch die Beziehungen der Menschen untereinander und zu ihrer Umwelt vorübergehend neu organisiert werden. Ziel des Projekts ist es, sinnvolle Dinge und Erfahrungen aus einem absoluten Minimum an Materialien zu schaffen. Das Projekt startet mit einer Mehrzweckpflanze – in diesem Fall einer schnellen und einfachen – Zucchini. Mehrere hundert Jungpflanzen werden vor Ort angebaut und bilden ein spektakuläres Strohballengrundstück. Aus dieser Ernte entwickeln sich weitere Produkte und eine eigene Ökonomie. Das zweite Element von „A Fair Land Pforzheim“ ist ein Mehrzweck-Gebäude, eine Art ‚Village Hall‘, in der Design-Workshops stattfinden oder Lebensmittel zubereitet und gelagert werden. Der Prototyp von „A Fair Land“ wurde von Grizedale Arts 2016 zum ersten Mal im Irish Museum of Modern Art realisiert.

„A Fair Land Pforzheim“ wird durch ein umfangreiches Begleitprogramm mit zeitgenössischen Künstlern/Designern und lokalen Akteuren ergänzt. Das Performance-Programm, die Model Village und der Straw-Bale Garden werden von Absolventen, Studierenden und freiwilligen Helfern betreut. Höhepunkt der Veranstaltungen sind das FAIR FESTIVAL mit Musik und Performances und die ACTIVITY WEEK „How to Build your own Living Structures“ u.a. mit Vertretern der Sweet Water Foundation (Chicago, USA), der Architecture, Landscape and Design School (Kiwanosato, Japan), The Land Foundation (Chiang Mai, Thailand) und Beiträgen von Künstlern wie Rirkrit Tiravanija (New York, USA) u.a.
 

Interdisziplinäre Theaterprojekte werden quer durch die Stadt und stadtteilübergreifend durch verschiedene Kulturinstitutionen gemeinsam gestaltet. Arbeitsschwerpunkt wird dabei das generationen- und kulturübergreifende Zusammenspielen aller Bürger, mit und ohne Migrationshintergrund, und aller Bildungs- und Altersschichten sein. Basierend auf bisherigen Erfahrungen wird das Kulturhaus Osterfeld den Projekten eine theaterpädagogische Anleitung und den notwendigen Rahmen bieten. Beim internationalen Musik- und Theater-Festival im Juli/August 2020 bietet sich eine Bühne, zur Präsentation und Zusammenführung der einzelnen Theaterprojekte, die für nicht-professionelles Theater so sonst nicht zugänglich ist. Auch Straßen werden dabei gezielt als Bühnen forciert, um so eine lebendige, autofreie Innenstadt zu erleben. Die SJR Betriebs gGmbH unterstützt das Projekt mit Räumlichkeiten und Kontakten vor Ort in den Stadtteilen. Die Hochschule Pforzheim konzipiert flankierende Lehrformate und gestaltet den Stakeholderdialog.
 

Das Projekt `Mein Schulweg´ wird an mindestens einer Schule in Pforzheim initiiert. Das Projektteam bestehend aus der SJR Betriebs gGmbH, Hochschule Pforzheim, der Stadt Pforzheim und regionalen Kulturschaffenden hat das Ziel, Schulwege interessanter und sicherer zu machen. Durch kunstvolle Gestaltung von sicheren Schulwegen und etablieren von gemeinsamen Treffpunkten für einen gemeinsamen Schulweg soll der Weg in die Schule zu Fuß eine zusätzliche Attraktivität erfahren. Zu den entsprechenden Ergebnissen kommt das Projektteam durch partizipative Workshops mit den Kindern in den jeweiligen Schulen und Begleitforschung im Sinne der Citizen Science durch die Hochschule Pforzheim. Das Ziel ist es, für die teilnehmenden Schulen sichere, von Eltern und Kindern anerkannte Schulwege zu schaffen, die zu Fuß bewältigt werden können.

 

 

Ansprechpartner:

Projektleitung: Stefanie Wetzke, Tel: (07231) 28-6653
Konzeption „A Fair Land Pforzheim“: Dr. Robert Eikmeyer 
PR: Birgit Meyer