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Schmuck

Sich schmücken ist ein ursprüngliches Bedürfnis des Menschen. Die Sehnsucht nach Identität, Selbstwert sowie einer bestimmten Zugehörigkeit sind Bestandteile des menschlichen Seins. Mit dem Tragen eines Objekts am Körper wird er zum Katalysator, was uns ermöglicht ein anderes Bewusstsein zu erlangen. Wir kommunizieren eine Haltung, fühlen uns im alltäglichen Tun wohler. Ob explizit oder implizit – die menschliche Form ist die Domäne der Schmuckgestalter*innen. Schmuck interagiert fast immer direkt mit der Haut, und kann zu einem festen Bestandteil unseres Körpers werden. Der gestalterisch sensible Umgang mit Material und Form bildet in diesem Kontext ein Verständnis für das Einzelne im Dialog mit der umgebenden Gesellschaft. Ein Schmuckstück kann aus einer handwerklichen, materiellen, künstlerischen oder inhaltlichen Sicht wertvoll sein.

Auch Objekte im nahen körperbezogenen Umfeld des Menschen haben eine ähnliche Wirkung oder Aufgabe. Vom profanen Hilfswerk bis zum Bestandteil persönlicher und öffentlicher Rituale – Alltagsobjekte reflektieren gesellschaftliche Werte und Visionen. Menschliche Bedürfnisse und Wünsche und der Umgang mit ihnen werden als materielle, nutzbare Objekte erfasst, die neue Ansätze im Wechselspiel Handwerk und Technologie liefern.

  

Bild: Lingjie Wang, ‚Xenoblumen‘ Projekt PF Revisited, 2018