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I sweat everyone looks and nothing happens

Die Erwartungen der anderen sprechen zu mir, verleihen mir soziale Identität und isolieren mich zugleich. Können wir uns auf dem Feld unserer Handlungen neu begegnen und einen, wenn auch fragilen, Gruppenkörper bilden? „I sweat everyone looks and nothing happens“ heißt das Projekt, das Lena Hetzel, Studentin an der Fakultät für Gestaltung der Hochschule Pforzheim, vom 28. Januar bis 3. Februar 2019 im LAF-Projektraum in Pforzheim zeigt. Zur Vernissage am Sonntag, 27. Januar 2019 um 18 Uhr, hat sie gemeinsam mit Schauspieler Robert Besta eine Bewegungsperformance konzipiert. Es tanzen unter anderem Mitglieder des Balletts Theater Pforzheim unter Leitung von Guido Markowitz.

Unsere existenzielle Verortung, unsere Versuche, aus Handlungsmustern auszubrechen, das „immer wieder Scheitern“ und „trotzdem von neuem beginnen“ bilden das Spannungsfeld von Lena Hetzels Arbeiten. Hetzel studiert seit 2015 an der Fakultät für Gestaltung der Hochschule Pforzheim. Während dieser Zeit schuf sie einen Korpus von Werken, der das Ausdruckspotenzial des eigenen Körpers, die Selbstkonstitution und unser „Rollenverhältnis“ im sozialen Raum erforscht.

Für die Eröffnung der Ausstellung entwickelte sie gemeinsam mit dem Schauspieler Robert Besta ein Spiel im Raum. Besta, der sowohl am Theater Pforzheim arbeitet als auch zahlreiche Fernseh-Rollen ausfüllt, arbeitete zu Beginn des Semesters für Aufwärm- und Konzentrations-Übungen mit den Studierenden. Daraus wuchs eine Performance mit zehn Kunstbegeisterten. „Auf der Bühne sind die Bewegungen im Großen und Ganzen festgelegt. Die Performance aber erlaubt neue Ideen, andere Stile und viel mehr Möglichkeiten“, sagt Besta. Das Spiel erfordert auch Mut der Tanzenden. „Sie lassen sich auf den Spielpartner ein, sind konzentriert im Moment und das ganz ohne die Absicherung eines Textes oder von Musik.“ Mehrere Tänzer des Balletts unter Leitung von Guido Markowitz, unter ihnen Alba Valenciano Lopez, Selene Martello, Ria Girard, Stella Covi und Abraham Rodriguez Iglesias, begleiteten gemeinsam mit Studierenden über drei Monate hinweg den Prozess und loteten das Zusammenspiel von Körper, Gestik, Alltagsbewegung und der Konstruktion sozialer Identität aus. Guido Markowitz freut sich über das Projekt: „Es nimmt Bezug auf die Postmoderne im Tanz, in der Alltagsbewegungen eine große Rolle spielen. Unsere Tänzer sind perfekt für solche künstlerischen Forschungsprozesse und genießen diese sehr.“ 

Mit Film verbindet Lena Hetzel Beobachtung: „Um sich selbst zu sehen, ist Video das Medium, es dokumentiert viel genauer als ein Foto oder ein Text.“ Sie interessiert sich für Hierarchien und Bewegungen in Gruppen. Was trägt der Einzelne zur Dynamik der Gruppe bei? Wie beeinflusst das Außen eine Bewegung? Im LAF-Projektraum zeigt sie vier Videoarbeiten und die Dokumentation der Gruppenperformance. Zum ersten Mal überträgt Hetzel hier das Repertoire ihrer bisherigen Werke auf eine größere Gruppe. 

I Sweat
Everyone Looks
And Nothing Happens

Videos und Performances 2018 von Lena Hetzel

LAF-Projektraum
Östliche 9
75175 Pforzheim

Vernissage und Performance: 28. Januar 2019, 18 Uhr

Einführung: Dr. Robert Eikmeyer, Hochschule Pforzheim

Mit: Abraham Rodriguez Iglesias (Ballett Theater Pforzheim), Alba Valenciano Lopez (Ballett Theater Pforzheim), Anjana Berger, Jessica Joy Esparon, Martin Sieweke, Marina Firgo, Mohamad Diab, Ria Girard (Ballett Theater Pforzheim), Svenja Schenk, Stella Covi (Ballett Theater Pforzheim), Selene Martello (Ballett Theater Pforzheim), Sophie Bernauer, Sonja Heim, Theresa Reutter, Theresa Schwaiger, Theo Ferreira Gomes.

Lena Hetzel, Robert Besta

Ein Projekt in Kooperation mit HOTSPOT House of Transdisciplinary Studies der Hochschule Pforzheim und dem Theater Pforzheim

 

Gefördert vom Ministerium für Wissenschaft. Forschung und Kunst

Pressekontakt: birgit.meyer(at)hs-pforzheim(dot)de Tel: +49 (7231) 28-6718