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The Creative Everyday

Das Londoner Architektur- und Designkollektiv Assemble und die Künstlerorganisation Grizedale Arts sind zwei prominente Vertreter einer Tradition des sozialen Engagements. In England ist sie eng mit den Ideen von John Ruskin, William Morris und der Arts-and-Crafts-Bewegung verbunden. Für das Projekt „Granby Four Streets“ erhielt Assemble überraschend den Turner-Preis. Gemeinsam mit den Anwohnern eines Liverpooler Arbeiterviertels machten sie deren zum Großteil verfallene Häuser wieder bewohnbar.

Mit dem Coniston-Institute, einer nachbarschaftlichen Kooperation mit den Bürgern einer kleinen Gemeinde im Lake District, und Lawson Park, dem Hauptsitz der Organisation, wurde Grizedale Arts vor über einem Jahrzehnt zum Vorreiter eines Trends, der heute in der zeitgenössischen Kunst unübersehbar ist und als socially oriented art oder practice bekannt ist.

Ende Juni sind die Briten zu Gast in Pforzheim: Für Assemble reisen Co-Founder Lewis Jones und Frances Edgerley an, für Grizedale Arts der Direktor Adam Sutherland und Niamh Riordan, die auch am „Granby Four Streets“-Projekt mitarbeitet. In einem Vortrag in der „Artefakte“-Reihe am 28. Juni 2016 stellen sie um 18.30 Uhr ihre Positionen und Projekte vor. Für den 29. Juni ist ein ganztägiger Workshop mit Studierenden der Fakultät für Gestaltung geplant, bei dem diese die Ansätze und Arbeitsweise von Assemble und Grizedale Arts kennen lernen sollen. Im Anschluss findet eine Begehung des Viertels um den Alfons-Kern-Turm statt, dem Kreativ-Quartier, da die Hochschule und Fakultät für Gestaltung stark an Möglichkeiten einer zukünftigen Kooperation mit beiden Organisationen interessiert sind.

Alle Fotos © Assemble