Kunst gilt bei Design PF als Grundlage der Gestaltung. Wenn Künstler*innen, mit Harald Welzers Worten, „Profis im Träumen […] von Zukunftsmöglichkeiten“ sind, dann kann man Designer*innen als Entwerfer*innen von Zukunftswirklichkeiten sehen. Mit Priorität auf einer Auseinandersetzung und eines Einlassens auf, in und mit Gegenwart, zu der selbstverständlich die Einbeziehung von Historie gehört, beginnt das Studium bei Design PF mit dem Träumen, bevor es ans Entwerfen geht.

Im Grundstudium werden die Studierenden in den semester- und studiengangsübergreifenden Lehrangeboten der Kunst im Dialog mit den Lehrenden ermutigt, sich mit verschiedenen künstlerischen Strategien zu beschäftigen. Hier werden nicht nur Kenntnisse aus dem Umfeld der Kunst (wie Kunstgeschichte, Ästhetik, Semiotik, die alle in den theoretischen Grundlagen vermittelt werden) und anderer Wissensfelder aufgegriffen und Techniken vermittelt, sondern ganz besonders das Erkennen und Stärken eigener Fähigkeiten und die eigenständige, experimentelle Umsetzung von Ideen und Inspirationen gefördert. Dabei widerstrebt dem, was wir die Kunst nennen, jeder Eindruck einer festgeschriebenen Definition. Die Kunst lebt von ihren Vielfältigkeiten.

Jedes Fach im Bereich Kunst ist für sich spezifisch und dadurch unterschiedlich bereichernd, an sich und mit besonderer Aufmerksamkeit auf die verschiedenen Ausrichtungen und Arbeitsweisen der jeweiligen Studiengänge.

Da künstlerische Strategien je nach Medium sehr unterschiedliche Arbeitsweisen hervorbringen, wird erprobt und erfahren, wie dies in der Zeichnung geschehen kann und wie anders z.B. in der Skulptur. Durch die Arbeit an den Problemfeldern Farbe, Fläche, Raum, Zeit, Wirklichkeit werden in den verschiedenen Disziplinen die Unterschiede möglicher Annäherungen erfahren.

Der Umgang mit Farbe ist in der Malerei (mit Farbe und Pinsel auf diversen Untergründen) anders als in der Fotografie (mit Belichtung und Fotoapparat, mit Pixel oder Film) und wieder anders in av. Medien (mit Filmkamera, Green Screen, Beleuchtung, Post Production mit dem Computer, Animation etc). Und wieder anders ist die Reflexion darüber, was Bilder und Töne bedeuten und wie sie funktionieren. 

Die Fläche, die für Zeichnung, Malerei und Fotografie so offensichtlich ist, spielt auf andere Art auch in Skulptur und av.Medien eine Rolle. Raum, der eher der Skulptur als Themenfeld zugeschrieben wird, ist in Form einer Übersetzung oder als Bildraum auch in allen anderen Fächern ein Thema. In av.Medien wird die Komplexität noch erhöht, wenn der Faktor Zeit dazu kommt und der zeitbasierte Umgang mit Bild und Ton geübt wird. Die in allen Kunstfächern entstehenden Ergebnisse dieser Auseinandersetzungen können einzelne Werke, aber auch Werkreihen oder Installationen im Raum sein.

In allen Fächern wird auf besondere, jeweils spezifische Weise die Aufmerksamkeit für all die Themen rund um die Darstellung geschult.

Grundlagen Kunst

  • Malerei bei Prof. Heike Gallmeier
  • Freie Zeichnung und Aktzeichnung bei Prof. Isabell Zuber sowie Prof. Matthias Kohlmann
  • Skulptur bei Prof. h.c. Vito Pace
  • Audiovisuelle Medien (Film) bei Prof. Susan Hefuna
  • Künstlerische Fotografie bei Prof. Dr. Silke Helmerdig