Veranstaltung |  13 Okt 2020 | 18:00 Uhr | Kommunales Kino

„Jenseits des Sichtbaren" mit Einführung von Prof. Dr. Evelyn Echle

Kooperation zwischen dem Kommunalen Kino und der Fakultät für Gestaltung

Die Kunstwelt macht eine sensationelle Entdeckung – nur 100 Jahre zu spät. 1906 malte Hilma af Klint ihr erstes abstraktes Bild, lange vor Kandinsky, Mondrian oder Malewitsch. Sie schuf über 1000 abstrakte Gemälde, die der Nachwelt bis heute verborgen blieben. Wie kann es sein, dass eine Frau Anfang des 20. Jahrhunderts die abstrakte Malerei begründet und niemand davon Notiz nimmt? In der Reihe „Kunst – Architektur – Design“ zeigt das Kommunale Kino Pforzheim gemeinsam mit dem Kunstverein und der Fakultät für Gestaltung der Hochschule Pforzheim den Film „Jenseits des Sichtbaren – Hilma af Klint“. Dr. Evelyn Echle, Professorin für Kultur- und Medientheorie an der Fakultät für Gestaltung, führt in den Film ein. Die Vorstellung samt Einführung findet am Dienstag, 13. Oktober um 18 Uhr, im Kommunalen Kino statt. Der Film wird am Samstag, den 17. Oktober um 17 Uhr ein zweites und letztes Mal gezeigt. 

Wieviele (Kunst-)Geschichten es durch und mit Hilma af Klint noch zu entdecken gilt, zeigt Halina Dyrschkas Film deutlich. Mehr noch: „Am Ende der 93 Minuten reibt man sich verwundert die Augen – wie konnte diese Pionierin der Abstraktion nur so lange verkannt bleiben?“, sagt Evelyn Echle. Der Film ist eine Annäherung an eine Pionierin, deren sinnliches Oeuvre künstlerisch fasziniert, er zeigt eine lebenslange Sinnsuche, die das Leben jenseits des Sichtbaren erfassen will. Die Gedankenwelt der Hilma af Klint reicht über Biologie, Astronomie, Theosophie bis hin zur Relativitätstheorie und spannt so einen Kosmos aus einzigartigen Bildern und Notizen. Heute begeistert die Künstlerin Millionen mit ihrem schrankenlosen Denken, das in einem überwältigenden Werk gipfelt und die Geschichte verändert.

Foto: mindjazz pictures

Pressekontakt: birgit.meyer(at)hs-pforzheim(dot)de, Tel: +49 (7231) 28-6718