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MADLAB im A.K.T;

Im Master of Arts in Design & Future Making bewegen wir uns zwischen Gestern, Heute und Morgen. Im vielseitigen künstlerischen und gestalterischen Umfeld des interdisziplinären Studiengangs der Fakultät für Gestaltung sollen Grenzen getestet und Ideen erprobt werden. Wir experimentieren mit vielversprechenden Technologien und Materialien, wir testen sinnliche und kognitive S(t)imulationen und befassen uns mit dem Mythos ›Kreativität‹ und seiner gesellschaftlichen Instrumentalisierung. Schließlich thematisieren wir die Frage nach der Zukunft und spielen mit der Vorstellung, dass Zukunft etwas Machbares sei. 

Was bedeutet dies für unsere Arbeit und unsere Verantwortung?

Das MADLAB bietet eine Plattform für die Wechselwirkung zwischen intuitivem Herstellen und reflexivem Handeln. Es ermöglicht interdisziplinären Austausch und setzt damit Innovationsimpulse. So werden Positionen im Schnittpunkt kultureller, wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Relevanz und Verantwortung erarbeitet. 

MADLAB 

… Experimentier-, Forschungs- und Diskursraum für Zukunftsfragen.

MADLAB 

… Ideen und Projekte inszenieren und mit interessierten Öffentlichkeiten diskutieren.

Ausstellung im MADLAB

Öffnungszeiten: Mi – So 11 – 19 Uhr

Im einwöchigen Workshop zur experimentellen Forschung haben sich Studierende gesellschaftliche Fragestellungen im Machen anhand von Form und Material angenähert. 

Die entstandenen Erkenntnissen werfen mögliche Fragen auf wie: Welchen Effekt hat Wachstum auf Strukturen? Wie hoch ist der Wert vom gesprochenen Wort? Führt ein Mehr zum Verfall? Sind Realitätsverschiebungen über Formverwandelungen begreifbar? Können individuelle Körper unterschiedlich leitfähig gemacht werden und sich gemeinsam stärken?

KONDU[C]KTOR

Wie können nicht-leitfähige Objekte zu ästhetischen Konduktoren werden?

Ist eine bewusste Änderung der Leitfähigkeit möglich und inwiefern ist dieses Prinzip übertragbar auf unsere Gesellschaft? Eine Galvanisierung mit Gold, Silber und Kupfer, sowie eine Beschichtung mit Graphit können auch nicht-leitfähige Materialien elektrisch leitfähig machen. Ebenso weisen Glasuren mit einem Metallanteil diese Eigenschaft auf, wenn das Werkstück nach dem Brand rotglühend, unter Sauerstoffabschluss, in organisches Material eingeschlossen wird. 

Kevin German, Nina Hanselmann

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WORTE ZÄH WIE KAUGUMMI 

Kann man den Wert von politischen Aussagen visualisieren und ist dieser manipulierbar? 

Die Visualisierung von dem gesprochenen Wort ist Ausgangspunkt dieser Forschung. Die Veränderung der Wertigkeit durch eine Manifestation und die daraus entstehenden Auswirkungen versinnbildlichen politische Statements. Es wird untersucht, inwieweit es möglich ist, einem Objekt scheinbaren Wert zu verleihen oder diesen zu entziehen. 

Marco Limm, Anthea Oestreicher, Benjamin Wengert 

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BRAND DREI

Sind Transformationen eines Objektes durch unberechenbare Umstände vergleichbar mit denen einer Gesellschaft? 

Untersucht wird, wie sich ein Artefakt, als Stellvertreter für die Veränderung in einer Gesellschaft über Jahrzehnte hinweg, verändert. Durch wiederholtes Brennen im Rakuofen entstehen Generationen überdauernde Objekte. Der mehrstufige Prozess beeinflusst dabei den Fluss der Glasur, die Porosität der Scheibe und ihre Beständigkeit – sinnbildlich für die Transformation im Kontext unserer Allgemeinheit. 

Marco Limm, Anthea Oestreicher, Benjamin Wengert 

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GROWTH I

Studie über die Vorhersehbarkeit und Abhängigkeit der Auswirkungen repetitiver Prozesse

Wie wirken sich immer wieder gleich ablaufende Prozesse auf unterschiedliche Ausgangsstrukturen aus und welche Analogien und Mutationen können wir auch in gesellschaftlichem Wachstum beobachten?

Durch digitale Tools wird der analoge Prozess von Wachstum und Zerfall dokumentiert.

Joshua Burghardt, Sophia Lindner 

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GROWTH II

Vorhersehbarkeit und Beeinflussung lebender Strukturen 

Wie reagiert lebende Biomasse auf manipulative äußere Einwirkung? Welche in der Natur auffindbaren Effekte können genutzt werden um das Wachstum von Kombucha-Kulturen [lebender Pilz] zu lenken oder designen? Finden diese Entwicklungsprinzipen auch Anwendung in unserer heutigen Gesellschaft?

Joshua Burghardt , Sophia Lindner

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SHIFTING REALITIES

Können Formveränderungen auf Realitätsverschiebungen hinweisen?

Wie verändert sich ein Objekt, wenn er immer wieder durch einen Scanner betrachtet und Code interpretiert wird? Während Information in Bits und Koordinaten übersetzt wird, entstehen im Zusammenspiel virtuelle Interpretationen des Realen. Wir verweigern dem Algorithmus bewusst Information und lassen das Objekt bruchhaft erkennen. Wie stark verändert der Code Gegenstände, wenn man ihm Interpretationsfreiraum gewährt, wann ist das Ausgangsobjekt nicht mehr zu erkennen? Wie füllen Technologien Löcher in ihrer Wahrnehmung selbstständig und für sich sinnvoll aus?

Jochen Gläser, Theo Ferreira Gomes

Fotos: Benjamin Wengert, Katharina Daunhawer

Pressekontakt: birgit.meyer(at)hs-pforzheim(dot)de, Tel: +49 (7231) 28-6718