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Jetzt bewerben: PF Revisited Berlin_Stipendium für Manufakturelle Schmuckgestaltung 2021

Im Rahmen des Projekts Manufakturelle Schmuckgestaltung mit der Stiftung Deutsches Technikmuseum Berlin laden die Hochschule Pforzheim und die Firma C. HAFNER seit 2010 zum Stipendiatenprogramm „PF Revisited Berlin“ ein. Aufbauend auf diesem tollen Fundament wagen wir für die nächsten 10 Jahre den Schritt, die Auseinandersetzung und das Weiterleben der manufakturellen Schmucktechniken im Dialog mit zukunftsführenden Technologien bewusst zu fördern.

Die Bewerbungsphase für den Aufenthalt 2021 ist jetzt eröffnet. 

Im spannenden Feld zwischen den klassischen manufakturellen Techniken und den Möglichkeiten des digitalen 3D-Drucks werden Projekte gesucht, welche das gestalterische und technische Potential dieser Querbefruchtung ausloten. Hast du Freude an den manufakturellen Schmuckverfahrenstechniken (z.B. das Hohlprägen, Stanzen, Guillochieren, Sandguss, Emaillieren oder Zinnschleuderguss) sowie auch am Experimentieren mit digitalen Verfahren und Techniken? Interessiert dich, die Gestaltungsmöglichkeiten des 3D-Drucks im Zusammenspiel mit den manufakturellen Schmucktechniken auszureizen? Brennt dir eine Projektidee unter den Nägeln, mit welcher du diese Techniken und Zwischenräume ausloten möchtest? Bist du Absolvent*in des Studiengangs Schmuck (ehemalig Schmuck & Objekte der Alltagskultur) der Hochschule Pforzheim? Dann ist dieses Stipendium für dich!


Das Stipenium:

• 6 Monate unbeschwertes Arbeiten ab März 2021 in der Abteilung Schmuckproduktion im Deutschen Technikmuseum (DTM) in Berlin
• der Zugang zu allen Maschinen und Techniken mit entsprechender technischer Unterstützung zu Verfügung in der Abteilung Schmuckproduktion
• eine kostenfreie Unterkunft in Berlin
• 500 €/Monat finanzielle Unterstützung plus ein einmaliger Gutschein für Edelmetalle im Wert von 500 €, Dank der Scheideanstalt C. HAFNER.
• eine Online-Einführung ins Arbeiten mit den 3D-Druck-Technologien von der Schmuckgestalterin und Dozentin Silvia Weidenbach, gesponsert von C. HAFNER
• ein Netzwerk an Partnerschaften zur Unterstützung des Arbeiten mit 3D-Druck

Eine Bewerbung ist auch möglich, wenn man das Projekt PF Revisited der Hochschule während des Studiums nicht besucht hat.

 

Die Jury: 

Die Auswahl der Stipendiaten trifft eine hochkarätig besetzte Jury. Die Jury besteht aus:
Christiane Köhne (Schmuckgestalterin und ehemalige Stipendiatin, Stuttgart)
Julia Körner (International anerkannte Designerin für 3D-Druck, Salzburg/LA )
Cornelie Holzach (Leiterin Schmuckmuseum PF)
Patrick Sieroslawski (Schmuckdesigner Tiffany, NY)
Andrea Grimm (Deutsches Technikmuseum)

 

Die Bewerbung: 

• Bitte per E-Mail an grimm(at)technikmuseum(dot)berlin (Andrea Grimm, Leiterin des Projektes Manufakturelle Schmuckgestaltung an der SDTB)
• mit deinem digitalen Portfolio und einem Motivationsschreiben, inkl. deiner Projektideen. Achte bei den Anhängen bitte darauf, dass sie nicht verschlüsselt und nicht größer als 2,5 MB sind.
• Einsendeschluss: 10.01.2021

 

Die Kontaktpersonen:

Museum in Berlin: Andrea Grimm – grimm(at)technikmuseum(dot)berlin
In Pforzheim: Fabian Jäger – f.jaegermtz(at)gmail(dot)com
In der Hochschule: Susanne Schneider – susanne.schneider(at)hs-pforzheim(dot)de


Das Stipendium findet vorbehaltlich, sofern es keinen Lockdown gibt oder ähnliche staatliche Einschränkungen, statt. Sollte es hier zu Einschränkungen kommen, kann sich die Stipendienzeit verschieben oder verkürzen. Im Museum sind die AHA-Regeln zu beachten. In den öffentlichen Bereichen des Museums gilt ausnahmslos Maskenpflicht.

 

Vielen Dank an die Kooperationspartner: C. HAFNER, SDTB, Schmuckmuseum Pforzheim, EMMA–Kreativzentrum

Herzlichen Dank an ‚Schmuck verbindet‘ und die unermüdlichen ‚Old Master'

 

Weitere Informationen zum Projekt:

Kultur entwickelt sich immer aus der Wechselwirkung zwischen Traditionen und dem Neuen. Im Stipendium geht es darum, mittels sorgfältiger Tradierung der Manufakturellen Schmucktechniken mit dem vorhandenen wertvollen Wissen in der Abteilung Manufakturelle Schmuckproduktion in der SDTB und dem experimentellen Umgang mit neuen manufakturellen Technologien und Verfahren, das Alte nicht nur zugänglich und erfahrbar zu machen sondern in der Balance mit dem Neuen lebend weiterzuentwickeln.

Wenn wir lernen, was Technologien über die anfängliche Rolle hinaus, für die sie entwickelt wurden, leisten können, verändern wir die Kontexte, in denen wir unser Verständnis von Technologie wie auch von Design positionieren. Die Auseinandersetzung mit den alten manufakturellen Techniken setzt genau dort an, was auch auf den Umgang mit neuentwickelten Technologien zutrifft. Beispielsweise hat der 3D-Druck sich von seiner Rolle als effizienter Zwischenschritt auf dem Weg zur Endfertigung abgelöst und führt nicht nur neue Gestaltungsmöglichkeiten und Materialitäten ein, sondern hat auch das Potential, die Beziehung zwischen Herstellung und Endbenutzer zu verändern. Das hat zu einem neuen Verständnis dessen beigetragen, was ein Endprodukt und eine Gestaltungssprache sein könnten und somit digitale und serielle Technologien direkt in den Bereich des Handwerks eingeordnet. Die eigenen Charaktere aller Werkzeuge und Technologien – die traditionellen manufakturelle Schmucktechniken wie die aktuellen Digitalen – hinterlassen entsprechend einzigartige Spuren, die maßgebend auf den Gestaltungsumgang mit ihnen auswirken und zu neuen Gestaltungsprachen führen.

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