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Veranstaltung |  04 Mai 2017 |  19:00 Uhr | EMMA-Kreativzentrum

PF Revisited - die zeitgenössische Schmuckmanufaktur

Eine Guillochiermaschine: was mag das sein? Seit Jahrhunderten gravieren Goldschmiede bestimmte Ornamente, feine, schnurartige Linien auf Metall: das nennt man Guillochieren. Techniken wie diese bewahren pensionierte Pforzheimer Schmuckmeister vor dem Aussterben, indem sie ihre Kompetenz an Studierende weitergeben. Das Projekt „Pforzheim Revisited“ ist bundesweit einzigartig. Die Resultate aus der bald 10-jährigen gestalterischen Forschung zeigen, wie historisches Wissen erhalten und neu interpretiert werden kann. Erstmals sind sie öffentlich zu sehen in der Ausstellung „PF Revisited – die zeitgenössische Schmuckmanufaktur“ vom 5. bis 21. Mai im EMMA-Kreativzentrum Pforzheim.

Die rund 50 Exponate aus unterschiedlichsten Materialien sind klassischer Schmuck – Ringe, Ketten, Broschen und Armreifen – wie auch Objekte. Die angehenden Designer nutzten Fallhammer und Fußhebelpresse ebenso wie neue digitale Techniken: 3D-Druck und Laserschneiden. Wie wichtig es ist, traditionelle Fertigkeiten zu bewahren, zeigt die Flut der billigen Massenproduktionen. „PF Revisited“ stellt sich gegen den Trend und gibt anspruchsvolle Handwerkskunst weiter. Die Studenten können Hohlprägen und die Friktionsspindelpresse nur in gemeinsamer Arbeit lernen – denn für die Maschinen und ihre Handhabung gibt es kaum Bedienungsanleitungen.  

„PF Revisited“ ist ein Projekt des Studiengangs Schmuck der Hochschule Pforzheim. Es ist Teil des Gesamtprojekts „Manufakturelle Schmuckgestaltung“ der Stiftung Deutsches Technikmuseum Berlin (SDTB). Die Deutsche UNESCO-Kommission hat es ins Register „Gute Praxisbeispiele zur Erhaltung immateriellen Kulturerbes“ aufgenommen. Weitere Kooperationspartner sind das EMMA-Kreativzentrum Pforzheim und die Arbeitsgruppe „Schmuck verbindet“, mit Unterstützung von C. Hafner.

Die Ausstellung ist ein Beitrag zum Jubiläumsfestival Goldstadt 250 und wird kuratiert von Professor Andi Gut und der Schmuck-Designerin Frieda Dörfer.

Zur Ausstellung erscheint die Publikation „Prägen, Stanzen, Guillochieren“ bei Arnoldsche Art Publishers, herausgegeben von Professor Andi Gut und Frieda Dörfer. Ein Standardwerk, das die manufakturellen Techniken detailliert beschreibt.

 

ERÖFFNUNG

Begrüßung: Almut Benkert, Fachbereichsleiterin Kreativwirtschaft, Eigenbetrieb Wirtschaft und Stadtmarketing
Grußwort: Sibylle Schüssler, Bürgermeisterin für Planen, Bauen, Umwelt und Kultur
Einführung: Professor Andi Gut, Studiengangleitung Schmuck

Do. 4. Mai um 19 Uhr

Ausstellung „PF Revisited – die zeitgenössische Schmuckmanufaktur“
EMMA – Kreativzentrum Pforzheim
Emma-Jaeger-Straße 20
75175 Pforzheim 

 

ÖFFNUNGSZEITEN

Do. – Fr. 15 – 19 Uhr, Sa. / So. 11 – 19 Uhr 

 

PROGRAMM

So. 7. Mai 11 – 11.45 Uhr
Führung durch die Ausstellung im Rahmen des Tages der offenen Tür im EMMA-Kreativzentrum Pforzheim 

Do. 11. Mai 18 – 19 Uhr
Führung mit Präsentation der historischen Maschinen 

Do. 18. Mai 18 – 18.45 Uhr
Führung durch die Ausstellung 

So. 21. Mai 11 – 12 Uhr
Führung mit Präsentation der historischen Maschinen 

Gruppen-Führungen auf Anfrage an: andreas.gut@hs-pforzheim.de

www.emma-pf.de