Design PF
‚Fox Fur‘, von Stephanie Hensele, 2021

PF Revisited Berlin Stipendium

Im Rahmen des Projekts Manufakturelle Schmuckgestaltung der Stiftung Deutsches Technikmuseum Berlin laden die Hochschule Pforzheim und die Firma C. HAFNER seit 2010 zum Stipendiatenprogramm  „PF Revisited Berlin“ ein. Während eines 6-monatigen „Residence-Aufenthalts“ in der Ausstellungseinheit „Manufakturelle Schmuckproduktion im DTMB, können Schmuckgestalter*innen unter professioneller Aufsicht mit manufakturellen Verfahrenstechniken experimentieren und Vorzüge und Reize dieser Produktionstechniken für eine kreative Serienherstellung kennenlernen. Diese Spezialist*innen geben ihr oft geheim gehaltenes handwerkliches, technisches und künstlerisches Können und Wissen als Dozent*innen in Berlin und Pforzheim an die nächste Generation der Schmuckgestalter*innen und -designer*innen sowie der Gold- und Silberschmiede weiter und tragen durch die personale und lebendige Vermittlung zur Enträtselung, Bewahrung und Tradierung alter Verfahrenstechniken bei.

Bild: Stepahnie Hensele, „FOX FUR“, 2012
Foto: Janusch Tschech

Instagram: @artis_factum

Blog: stipendiumimmuseum.wordpress.com

     

PF Revisited – Visiting Bine Roth – Mittwoch, 9. Februar 2022, 18:00-20.00

Mittwoch, 9. Februar 2022

18:00-20:00, online

zoom link: us02web.zoom.us/j/89658338949

meeting-id: 896 5833 8949

kenncode: 4gSfhW

 

Bine Roth, die aktuelle Stipendiatin, ist Alumni des Studiengangs Schmuck, hat ein MA in Textiles Mixed Media, RCA, ist Partnerin des Londoner interdisziplinäre Studio Peut-Porter und Lecturer an der Chelsea College of Arts (Textiles) und London College of Fashion (Fashion Jewellery).

Sie erzählt von ihrer Arbeit, was sie an dem Stipendium fasziniert, ihre Motivation und was sie dort gerade macht.

Und antwortet Eure Fragen.

binerothjewellery.com

peut-porter.com

         

Ausschreibung 2022 – Einsendeschluss 31. Januar 2022

In diesem Jahr bauen wir weiter auf den Dialog der traditionellen manufakturellen Schmucktechniken mit zukunftsführenden digitalen Technologien auf – und fördern dies bewusst.

Kultur entwickelt sich immer aus der Wechselwirkung zwischen Traditionen und dem Neuen. Im Stipendium geht es darum, mittels sorgfältiger Tradierung der Manufakturellen Schmucktechniken mit dem vorhandenen wertvollen Wissen in der Abteilung Manufakturelle Schmuckproduktion in der SDTB und dem experimentellen Umgang mit neuen manufakturellen Technologien und Verfahren, das Alte nicht nur zugänglich und erfahrbar zu machen sondern in der Balance mit dem Neuen lebend weiterzuentwickeln. 

So wie die traditionellen manufakturellen Techniken für eine effiziente Schmuckherstellung entwickelt wurden, so wurden die digitalen Techniken wie das CAD und 3D-Drucken auch für eine Effizienz in allgemeinen Herstellungsverfahren entwickelt. Mit 3D-Zeichnungsprogramme konnten Formen und serielle Abwandlungen schnell und ohne Materialverschwendung durchgespielt werden und mittels 3D-Druck erste, produktionsgerechte Modelle zur Kontrolle gefertigt werden. Wie alle Werkzeuge haben diese Techniken ihre bestimmten Kennzeichen und Spuren, die wir inzwischen auch als spannendes Gestaltungspotential in sich sehen, und nicht mehr nur im Kontext der seriellen Effizienz. Themen wie Verzerrung, Wiederholung, das Individuelle in der Serie oder die Multiplikation als Gestaltungssprache, um nur ein Paar zu nennen, bieten sich ausgezeichnet in der Kombination und Wechselwirkung mit den klassischen manufakturellen Techniken an. So wird das Alte nicht nur konserviert und das Neue ausprobiert, sondern beide unterstützen sich gegenseitig darin, sich weiter zu entwickeln und schaffen neue Schmuck-Einblicke und Gestaltungssprachen.

Die Bewerbungsphase für den Aufenthalt 2022 ist nun eröffnet. Im spannenden Feld zwischen den klassischen manufakturellen Techniken und den Möglichkeiten des digitalen 3D-Drucks werden Projekte gesucht, welche das gestalterische und technische Potential dieser Querbefruchtung ausloten.

Hast du Freude an den manufakturellen Schmuckverfahrenstechniken (z.B. das Hohlprägen, Stanzen, Guillochieren, Sandguss, Emaillieren oder Zinnschleuderguss) sowie auch am Experimentieren mit digitalen Verfahren und Techniken? Interessiert dich, die Gestaltungsmöglichkeiten des 3D-Drucks im Zusammenspiel mit den manufakturellen Schmucktechniken auszureizen und gegenseitig befruchtende Gestaltungsmöglichkeiten zu entdecken? Brennt dir eine Projektidee unter den Nägeln, mit welcher du diese Techniken und Zwischenräume ausloten möchtest? Bist du Absolvent*in des Studiengangs Schmuck (ehemalig Schmuck & Objekte der Alltagskultur) der Hochschule Pforzheim?

Dann ist dieses Stipendium für dich!

Die hochkarätige Jury für 2022:
Christiane Köhne (Schmuckgestalterin und ehemalige Stipendiatin, Stuttgart)
Marie Boltenstern (Fine Jewelry in 3D Druck, Wien)
Cornelie Holzach (Leiterin Schmuckmuseum PF)
Birgit Marie Schmidt (Head of Design, Frey Wille)
Andrea Grimm (Deutsches Technikmuseum)

Die Informationen zur Anmeldung können Sie in diesem pdf entnehmen.

 

 

Sonderausstellung 10 Jahre PF Revisited Berlin in der noon Galerie, Berlin, 18. - 21. November 2021

Seit 10 Jahren haben Absolvent*innen des Studiengangs Schmuck der Hochschule Pforzheim die Möglichkeit, im Rahmen eines Stipendiums in der Ausstellungswerkstatt, Manufakturelle Schmuckproduktion des Deutschen Technikmuseums in Berlin‘ mit historischen Techniken und Maschinen neue Designs zu entwickeln. In Zusammenarbeit mit der Galerie noon präsentierte das Museum eine Auswahl dieser Arbeiten. Ausgewählte Stücke werden noch bis Weihnachten in der Galerie zum Verkauf präsentiert.

Mit: Aaron Fischer, Anna Sophie Fink, Christiane Köhne, Eva Knoch, Fabian Jäger, Franziska Vogt, Frieda Dörfer, Johanna Galefske, Katharina Gisch, Lena Beigel, Liu Xin, Luisa Fastabend, Rebecca Schultze, Rosa Hirn, Satoshi Nakamura, Stephanie Hensle, Yolanda Heintze. 

Impressionen der Ausstellung

Fotos: Prof. Christine Lüdeke