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Jetzt bewerben: PF Revisited Berlin Stipendium 2022

Im Rahmen des Projekts Manufakturelle Schmuckgestaltung der Stiftung Deutsches Technikmuseum Berlin laden die Hochschule Pforzheim und die Firma C. HAFNER seit 2010 zum Stipendiatenprogramm „PF Revisited Berlin“ ein. In diesem Kontext wurde letztes Jahr der Schritt gewagt, aufbauend auf diesem tollen Fundament die Auseinandersetzung und das Weiterleben der manufakturellen Schmucktechniken im Dialog mit zukunftsführende Technologien bewusst zu fördern. Dieses Jahr machen wir in diesem Sinne weiter.

Im spannenden Feld zwischen den klassischen manufakturellen Techniken und den Möglichkeiten des digitalen 3D-Drucks werden Projekte gesucht, welche das gestalterische und technische Potential dieser Querbefruchtung ausloten.

Hast du Freude an den manufakturellen Schmuckverfahrenstechniken (z.B. das Hohlprägen, Stanzen, Guillochieren, Sandguss, Emaillieren oder Zinnschleuderguss) sowie auch am Experimentieren mit digitalen Verfahren und Techniken?
Interessiert dich, die Gestaltungsmöglichkeiten des 3D-Drucks im Zusammenspiel mit den manufakturellen Schmucktechniken auszureizen und gegenseitig befruchtende Gestaltungsmöglichkeiten zu entdecken?
Brennt dir eine Projektidee unter den Nägeln, mit welcher du diese Techniken und Zwischenräume ausloten möchtest?
Bist du Absolvent*in des Studiengangs Schmuck (ehemalig Schmuck & Objekte der Alltagskultur) der Hochschule Pforzheim?
Dann ist dieses Stipendium für dich!

 

Das Stipendium

3-6 Monate zwischen Juni und November 2022 unbeschwertes Arbeiten in der Abteilung Schmuckproduktion im Deutschen Technikmuseum (DTM) in Berlin – und die Stadt erkunden, eine einmalige Chance! Dir steht zu:

•    der Zugang zu allen Maschinen und Techniken mit entsprechender technischer Unterstützung in der Abteilung Schmuckproduktion

•    Zuschuss des Museums für die Unterkunft in Berlin

•    500 €/Monat finanzielle Unterstützung plus ein einmaliger Gutschein für Edelmetalle im Wert von 500 €, Dank der Scheideanstalt C. HAFNER.

•    eine Online-Einführung ins Arbeiten mit den 3D Druck-Technologien von der Schmuckgestalterin und Dozentin Silvia Weidenbach, gesponsert von C. HAFNER

•    ein Netzwerk an Partnerschaften zur Unterstützung des Arbeiten mit 3D-Druck

 

Eine Bewerbung ist auch möglich, wenn man das PF Revisited-Hochschul-Projekt während des Studiums nicht besucht hat.

 

Die Jury

Die Auswahl der Stipendiat*innen trifft eine hochkarätig besetzte Jury. Als Jurymitglieder konnten gewonnen werden:

  • Christiane Köhne (Schmuckgestalterin und ehemalige Stipendiatin, Stuttgart)
  • Marie Boltenstern (Fine Jewelry in 3D-Druck, Wien)
  • Cornelie Holzach (Leiterin Schmuckmuseum PF)
  • Birgit Marie Schmidt (Head of Design, Frey Wille)
  • Andrea Grimm (Deutsches Technikmuseum)

 

Die Bewerbung

Bitte per Mail an grimm(at)technikmuseum(dot)berlin (Andrea Grimm, Leiterin des Projektes Manufakturelle Schmuckgestaltung an der SDTB) mit deinem digitalen Portfolio und einem Motivationsschreiben, inkl. deiner Projektideen. Achte bei den Anhängen bitte darauf, dass sie nicht verschlüsselt und nicht größer als 2,5 MB sind.

Einsendeschluss: 31.01.2022

 

Die Kontaktpersonen

Museum in Berlin: Andrea Grimm – grimm(at)technikmuseum(dot)berlin

in Pforzheim: Fabian Jäger – f.jaegermtz(at)gmail(dot)com

in der Hochschule: Susanne Schneider – susanne.schneider(at)hs-pforzheim(dot)de

Das Stipendium findet vorbehaltlich, dass es keinen Lockdown oder ähnliche staatliche Einschränkungen gibt, statt. Sollte es hier zu Einschränkungen kommen, kann sich die Stipendienzeit verschieben oder verkürzen. Im Museum gelten die aktuell gültigen Länderbestimmungen zum Infektionsschutz von Berlin. (Aktuell AHA+L und 3G)

Vielen Dank an die Kooperationspartner: C. HAFNER, SDTB, Schmuckmuseum Pforzheim, EMMA–Kreativzentrum

Herzlichen Dank an ‚Schmuck verbindet‘ und die unermüdlichen ‚Old Master‘!

 

Weitere Informationen zum Projekt

Kultur entwickelt sich immer aus der Wechselwirkung zwischen Traditionen und dem Neuen. Im Stipendium geht es darum, mittels sorgfältiger Tradierung der Manufakturellen Schmucktechniken mit dem vorhandenen wertvollen Wissen in der Abteilung Manufakturelle Schmuckproduktion in der SDTB und dem experimentellen Umgang mit neuen manufakturellen Technologien und Verfahren, das Alte nicht nur zugänglich und erfahrbar zu machen sondern in der Balance mit dem Neuen lebend weiterzuentwickeln. 

So wie die traditionellen manufakturellen Techniken für eine effiziente Schmuckherstellung entwickelt wurden, so wurden die digitalen Techniken wie das CAD und 3D-Drucken auch für eine Effizienz in allgemeinen Herstellungsverfahren entwickelt. Mit 3D-Zeichnungsprogramme konnten Formen und serielle Abwandlungen schnell und ohne Material-verschwendung durchgespielt werden und mittels 3D-Druck erste, produktionsgerechte Modelle zur Kontrolle gefertigt werden. Wie alle Werkzeuge haben diese Techniken ihre bestimmten Kennzeichen und Spuren, die wir inzwischen auch als spannendes Gestaltungspotential in sich sehen, und nicht mehr nur im Kontext der seriellen Effizienz. Themen wie Verzerrung, Wiederholung, das Individuelle in der Serie oder die Multiplikation als Gestaltungssprache, um nur ein Paar zu nennen, bieten sich ausgezeichnet in der Kombination und Wechselwirkung mit den klassischen manufakturellen Techniken an. So wird das Alte nicht nur konserviert und das neue ausprobiert, sondern beide helfen sich gegenseitig sich weiter zu entwickeln und schaffen neue Schmuck Einblicke und Gestaltungssprachen.

Mehr: https://designpf.hs-pforzheim.de/ba_s/stipendium

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