Studieninhalte

Die Lehre im Studiengang Accessoire Design ist eine Synthese von Kunst, Design, Kreativität, Wissenschaft und Praxis. Schwerpunkte sind Themen wie soziale und kulturelle Einflüsse auf die Accessoires und Mode sowie Ästhetik, Kompositions- und Farbtheorie, die in Projektkonzepte und deren praktische Umsetzung einfließen.

Das Studium umfasst die Gestaltung von Accessoires vom Unikat bis zu seriellen Produkten. Dabei werden alle Bereiche  der Damen- und Herren-Accessories abgedeckt: Schuhe, Taschen und Gepäck, Gürtel und Kleinlederwaren, Brillen, Tücher, Schals, Hüte und dazugehörende Details wie Schließen, Knöpfe und andere schmückende Elemente. Hier wird auf verschiedenen Ebenen gearbeitet, vom Unikat über Designer- und Markenaccessoires bis hin zu Modellen mit funktioneller Ausprägung oder mit digitalen/interaktiven Eigenschaften.

Die Hochschule für Gestaltung Pforzheim ist renommiert für die Integration künstlerischer Ausbildungsfächer wie Malerei, Zeichnung, Skulptur sowie im stehenden und bewegten Bild. Die kulturwissenschaftlichen Fächer wie Designgeschichte, Kunstanalyse, Ästhetik, Semiotik und Kultursoziologie dienen der Intensivierung der Wahrnehmungsmöglichkeiten, das heißt, Zeichen zu lesen, historische Entwicklungen zu erkennen und kulturelles Wissen zu erlangen. Die langjährige Erfahrung zeigt, dass die Studierenden von diesem praktischen und theoretischen Fundus zehren und unverzichtbare Anregungen für den eigenen Werdegang gewinnen. Hinzu kommen interdisziplinäre Projekte, die die Gelegenheit zur Zusammenarbeit mit anderen Designfeldern wie zum Beispiel Schmuck, Mode oder  Industrie Design bieten.

Der Studiengang Accessoires Design arbeitet mit namhaften Unternehmen, Organisationen und Forschungsinstituten zusammen und fördert Studiensemester und Praktika im Ausland.

Lisa Zabel_Camp

Ablauf des Studiums

In den ersten Semestern stehen das Experimentieren mit Formen, Farben, Materialien, Schnitten und Drapieren im Vordergrund. Themen aus den verschiedensten Bereichen der Accessoires werden analysiert und Konzepte für Kollektionen oder Einzelstücke entwickelt. Danach lernen die Studierenden in Projektarbeiten, in denen alle Stufen der Ausbildung integriert sind, einen eigenen vielseitigen und dennoch unverkennbaren Stil zu entwickeln. Darüber hinaus stärken die Projektarbeiten die Kommunikations- und Entscheidungsfähigkeit sowie das schöpferische Denken. Kenntnisse in Wirtschaft, Management und Marketing im Lehrgebiet Design und Business ergänzen das für alle Designbereiche notwendige Grundlagenwissen. Im 5. Semester ist ein Praxissemester, bevorzugt im Ausland, Pflicht.

Exkursionen, Gastvorträge und Workshops werden realisiert sowie Auslandsaufenthalte für Studium und Praxis gefördert. Die regelmäßige Teilnahme an internationalen Wettbewerben ist ein wichtiger Teil der Ausbildung. Darüber hinaus nehmen  die Studierenden an diversen Modenschauen und Ausstellungen teil und präsentieren ihre Abschlussarbeiten pro Semester in einer in allen Details eigenverantwortlich organisierten, öffentlichen Werkschau in Pforzheim.

Kooperationen

VIBRAM

Im Wintersemester 2020 fand im Studiengang Accessoire Design ein Semesterprojekt mit dem italienischen Sohlenhersteller Vibram statt. Studenten des vierten Semesters entwickelten eine Schuhkollektion zu dem Thema Footwear NOW "Was hat die weltweite Pandemie für eine Auswirkung auf uns, unser soziales Umfeld und unser Sicherheits-und Schutzbedürfnis?". Die Sohle als tragendes Element spielte dabei eine große Rolle, welche in intensivem Austausch mit dem Vibram Designer besprochen wurde. Darüber hinaus bietet Vibram einigen Studenten die Möglichkeit, deren weltweitem Studiennetzwerk beizutreten, um in den Austausch mit anderen Studenten gehen zu können. Vibram ist als eine der bekanntesten und größten Firman auf dem Markt immer auf der Suche nach Innovation, Nachhaltigkeit und Fortschritt und für uns daher ein wichtiger Kooperationpartner.

FIDLOCK

In Zusammenarbeit mit dem Unternehmen Fidlock entwickeln die Studierenden Verschlüsse in eigenem Design, die sogar als Prototyp für deren Kollektion hergestellt werden. Fidlock ist Experte für magnet-mechanische Technologie, so dass aus dem Moment des Öffnens und Schließens ein Erlebnis wird. Der regelmäßige Austausch dient als wichtiges Element um Design und Funktion bestmöglichst aufeinander abzustimmen.

WET-GREEN - Olivenleder

Bietet eine Nachhaltige Lösung im Bereich Leder und kooperiert mit unserem Studiengang als wichtiger Rohstofflieferant. Ein pflanzlicher Gerbstoff, gänzlich frei von Schadstoffen, für die Herstellung von wunderschönem, gesundem Leder. Dazu ist es vollständig biologisch abbaubar. Für eine verantwortungsvolle Zukunft für Mensch und Umwelt.

ILM MESSE & ILM AWARD

Für den ILM Award haben Studierende Pokal-Taschen entworfen, die vom hessischen Taschenherstellers Picard hergestellt wurden. Ebenso finden regelmäßig Projekte im Rahmen der internationalen Lederwarenmesse statt, hier entwarfen die Accessoire Design Studenten Konzepte für deren Litfaßsäulen und können auf einem gesponsorten Messestand ihre Projektarbeiten der Industrie präsentieren. 

PORSCHE DESIGN

Prof. Alexandra Schwarz und Daniel Bruendl, Senior Designer bei der Luxusmarke Porsche Design, betreuten das 3.Semester bei einem gemeinsamem Designprojekt. Kick-Off des Projekts ist ein intensives Briefing in Bietigheim-Bissingen im Hinblick auf Porsche Design Women–Accessoires: was sind Designvorstellungen zu einem der begehrenswertesten und praktischsten Accessoires, der Handtasche. Im Rahmen einer Studienexkursion mit Daniel Bruendl und Prof. Alexandra Schwarz lernte das 3. Semester Accessoire Design Produktionsstätten ?und Zulieferbetriebe wie Gerbereien und Metallaccessoire-Firmen der Damen Accessoires von Porsche Design kennen. Die zwölf Studentinnen des 3. Semesters AD entwickelten für das Studienprojekt mit der Porsche Design Group jeweils einen Shopper, eine Shoulderbag und eine Clutch. Die Schulter- und Abendtaschen wurden während der Werkschau präsentiert.