Design PF
‚Ich fühle was, was du nicht siehst‘, von Marleen Hecker, 2017/18
Studiengangflyer B.A. in Schmuck (pdf)

Schmuck

Sich zu schmücken ist ein gnaz ursprüngliches Bedürfnis des Menschen. Die Sehnsucht nach Identität, Selbstwert sowie einer bestimmten Zugehörigkeit sind Bestandteile des menschlichen Seins. Mit dem Tragen eines Objekts am Körper wird dieser zum Katalysator: wir kommunizieren explizit oder implizit durch die gewählten Stücke eine Haltung, wir positionieren uns.
Durch ihre Kunst geben Schmuckgestalter*innen geben diesen unausgesprochenen Qualitäten des Seins Form und Ausdruck.

 

  

‚Sustaining Preciousness‘, von Sophie Krautmacher, 2021/22

Auch Objekte im nahen körperbezogenen Umfeld des Menschen haben eine ähnliche Wirkung oder Aufgabe. Vom profanen Hilfswerk bis zum Bestandteil persönlicher und öffentlicher Rituale – Alltagsobjekte reflektieren gesellschaftliche Werte und Visionen. Menschliche Bedürfnisse und Wünsche und der Umgang mit ihnen werden als materielle, nutzbare Objekte erfasst, die neue Ansätze im Wechselspiel von Handwerk und Technologie liefern.

Schmuck interagiert fast immer direkt mit der Haut und kann zu einem festen Bestandteil des Körpers werden. Der gestalterisch sensible Umgang mit Material und Form bildet in diesem Kontext ein Verständnis für das Einzelne im Dialog mit der umgebenden Gesellschaft. 

 

‚INTRAKUTAN‘, von Isabelle Schaaf, 2021, Foto: Sophia Mohr
‚POISON‘, von Carolin Adamski, 2017
'Digilog - Zwischen Hightech und Tradition' von Tanja Schander, 2016/17

Einzelpersonen wie auch Firmen schätzen heute wieder vermehrt die Qualitäten und Werte des Manufakturellen – sowohl in der "Haute Couture“,  in der aktuellen Interieur- und Produktszene, als auch beim individuellen Kunden lässt sich eine große Nachfrage nach Handgemachtem beobachten. 

Der Studiengang Schmuck an der Fakultät für Gestaltung bietet eine besondere Kombination aus künstlerischer Gestaltungsfreiheit, gestalterische Qualität und langer Tradition. Unsere hervorragend ausgestatteten Werkstätten und individuelle Betreuung durch erfahrene Werkstattmeister und Materialspezialisten ermöglichen eine umfassende und solide technische Ausbildung.
 

Mehr zum Studium

 

‚Phantasma‘, von Melanie Janke, 2019
‚Mittel zum Zweck‘, von Anina Lo, 2020

Projekte in allen Bereichen des Schmucks – industriell hergestellte Serien, limitierte Kleinserien oder Unikate – erweitern den Erfahrungshorizont und das Wissen um den jeweiligen Fertigungsprozess der Stücke. Kooperationen mit regionalen und internationalen Firmen und Institutionen, sowie regelmäßige Ausstellungen auf internationalen Messen wie z.B. dem Salone del Mobile in Mailand (Italien) oder der Dutch Design Week in Eindhoven (Niederlande) bereiten unsere Student*innen bestens auf den Arbeitsmarkt vor.


Mehr zu Karriere

‚AXIOM‘, von Marlen Albrecht

„Sich mit Schmuck und Objekt auseinanderzusetzen bedeutet, sich auf einen ständigen Pro­zess des Erforschens und Ent­deckens einzulassen, in dem tradierte Vorstellungen, und Erwar­tungen gelockert, das Unbekannte, Vieldeutige und Rätselhafte zu­gelassen, Witz und Paradoxien formuliert, die Fähigkeit zur Beobachtung und Aufmerksam­keit geschärft, Scharfsinn und Geistesgegenwart freigesetzt werden.“

Prof. Christine Lüdeke, Studiengang Schmuck

Fazit: Das Design PF-Schmuckstudium bietet dir die Chance, dich im ständigen Prozess des Erforschens und Entdeckens zu entwickeln und deine eigene Gestaltungssprache zu finden: deine Beobachtungsfähigkeit und Kreativität werden geschärft und ausgebildet, und du eignest dir alle Kenntnisse an, um dich später als Schmuckdesigner*in zu etablieren.

Wir schätzen Innovation und Einzigartigkeit – wenn du die Ambition hast, zeitgenössischen Schmuck und Objekte neu zu definieren, dann ist dieses Studium das Richtige für dich!

Illustration von Melissa Gutekunst